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| 15:42 Uhr

Marseille 
Sorgen vor dem „heißen Tanz in Marseille“

Timo Werner hatte im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer für Leipzig erzielt. Ob er nun in Marseille auflaufen kann, ist ungewiss.
Timo Werner hatte im Hinspiel den 1:0-Siegtreffer für Leipzig erzielt. Ob er nun in Marseille auflaufen kann, ist ungewiss. FOTO: Jan Woitas / dpa
Marseille . RB Leipzig befürchtet im Viertelfinal-Rückspiel in der Europa League den Ausfall von Timo Werner.

Nicht mal 72 Stunden nach der 1:4-Klatsche gegen Bayer 04 Leverkusen kommt die Zeit zur Wiedergutmachung – ausgerechnet jetzt bangt RB Leipzig aber um den Einsatz von Goalgetter Timo Werner. Der Nationalspieler trainierte am Mittwoch vor der Abreise zum Rückspiel des Europa-League-Viertelfinales nicht mit der Mannschaft. Werner klagte nach Vereinsangaben über Oberschenkelprobleme.

Er hatte am vergangenen Donnerstag die Leipziger zum 1:0-Hinspielsieg über Olympique Marseille geschossen. „Nur die erste Hälfte des Glücks. Es wird ein richtig heißer Tanz in Marseille“, betonte Trainer Ralph Hasenhüttl.

Ein Ausfall von Werner würde den RB-Coach vor neue Probleme stellen, nun auch noch im Angriff. Im Stade Vélodrome muss an diesem Donnerstag (21.05 Uhr/Sky und Sport1) gegen OM sowieso alles passen: Die Defensive darf sich nicht wieder solche Patzer wie gegen Bayer leisten, die Offensive sollte wieder zu alter Stärke zurückfinden. Und Werner will eigentlich seinen Rückspielbann brechen – in den beiden Rückspielen der bisherigen K.o.-Phase der Europa League gelang ihm noch kein Tor.

„Für so ein Spiel haben wir eine ganze Saison lang gekämpft“, betonte Torwart Peter Gulacsi. Auf ihn wird es auch ankommen. Hält der Ungar seinen Kasten sauber, stellt RB einen Europa-League-Rekord ein: Nur der FC Villarreal schaffte es 2004 als Neuling bis in die Runde der besten Vier.

Eine Niederlage mit einem Tor Unterschied bei mindestens einem eigenen Treffer würde den Leipzigern reichen, ein Remis sowieso. Auf ein Elfmeterschießen sollte sich Leipzig lieber nicht einlassen: International fehlt jede Erfahrung, national führten die beiden letzten Entscheidungen vom Punkt im DFB-Pokal im August 2016 beim Zweitligisten SG Dynamo Dresden und im Oktober 2017 daheim gegen den FC Bayern jeweils zum Aus.

Große Korrekturen im Training nach der ernüchternden Pleite gegen Leverkusen konnte Hasenhüttl nicht vornehmen. Wie sehr er rotieren lässt – fünf Veränderungen waren es am Montag – ist noch offen und hängt sicherlich auch von Werner ab. Im Gegensatz zum Hinspiel steht Kapitän und Abwehrchef ­Willi Orban wieder zur Verfügung, um die Offensive der Franzosen um Dimitri Payet zu zügeln.

Diese könnte durch Romain Thauvin noch gefährlicher werden, er trainierte nach seinen Problemen an der Achillessehne bereits am Dienstag wieder mit der Mannschaft. Offen ist dagegen noch, ob auch Rolando in der Abwehr zurückkehrt. In Leipzig hatten Marseille insgesamt vier Leistungsträger gefehlt.

Daheim baut OM zudem auf seine Fans: „Wir wissen, dass wir im Stade Vélodrome Berge versetzen können“, betonte Trainer Rudi Garcia.

(dpa)