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Schwarzer Tag für die IBA-Städter

Landesklasse.. Eine bittere Pleite hat der SV Großräschen beim VfB Cottbus eingesteckt. Bei optischer Ausgeglichenheit auf dem Platz entschieden ganz klar die agileren Offensivkräfte der Hausherren diese Partie. Ingo Lüdeke

Die Anfangsphase verlief äußerst wild. Beide Mannschaften hatten zunächst mehr mit den schlechten Platzverhältnissen zu kämpfen, denn fast jede Ballannahme auf beiden Seiten versprang beziehungsweise der Pass zu dieser kam gar nicht erst beim Mitspieler an. Aus heiterem Himmel fiel dann nach zwölf Minuten die Führung der Gastgeber. Eine eigentlich harmlose Flanke über die Abwehrkette wurde unterschätzt. Otto konnte aus der Drehung zum 1:0 verwandeln.

Die Großräschener antworteten mit verstärktem Offensivdrang und kamen auch zu einigen Schusschancen, die aber nichts einbrachten. Mitten in diese Drangphase hinein lief der zweite ernsthafte VfB-Konter. Krenz hatte schlussendlich keine Mühe, zum 2:0 zu vollenden (27.). Damit war die Konstellation für den Rest der Partie gegeben. Die Gäste mühten sich zumeist erfolglos, die Spielhoheit zu gewinnen, die Hausherren vertrauten dagegen auf ihr gutes Umkehrspiel. In der 29. Minute tauchte Stefan Klotz vor VfB-Torwart Noack auf, konnte diesen aber nicht überwinden. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der dritte konsequente Konter der Gastgeber, den Marian Miottke im Großräschener Tor aber unschädlich machte.

Die zweite Halbzeit begann wie die Erste geendet hatte: nämlich mit klaren Chancen für den VfB Cottbus. Die Großräschener standen noch gar nicht wieder richtig auf dem Platz, da tauchten die Hausherren zweimal gefährlich vor dem Gehäuse auf, scheiterten aber beide Male an starken Paraden von Marian Miottke. In dieser Phase wirkte die gesamte Gäste-Defensive äußerst ungeordnet. Lediglich Routinier Ingo Paulick behielt in der Innenverteidigung die Ruhe und verhinderte mit gutem Zweikampf- und Stellungsspiel weitere gefährliche Durchbrüche der Cottbuser Gastgeber.

Urplötzlich fiel dann in der 52. Minute der Anschlusstreffer für den SVG. Michael John zog im Strafraum einfach mal ab. Unter gütiger Mithilfe des heimischen Torwarts rollte der Ball zum 1:2-Anschlusstreffer ins Tor. Die Gastgeber antworteten mit einer weiteren Großchance, ehe sie einen Freistoß in der 63. Minute zur Entscheidung nutzten. Krenz köpfte den Ball ungehindert ins verwaiste Tor.

Elf Minuten vor dem Ende wiederholte sich genau dieselbe Aktion zum 4:1. Nutznießer war diesmal aber Otto. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte dann Pastowski in der Nachspielzeit, der per Traumtor direkt ins Dreiangel traf. Die Großräschener sollten diese deutliche Niederlage nun schnellstens verarbeiten und vor allem gründlich auswerten, um im nächsten Heimspiel gegen den VfB Herzberg wieder die alten Tugenden in die Waagschale zu werfen.