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| 16:05 Uhr

Duo nicht mehr zu verdrängen
Paderborn und Magdeburg steigen in die 2. Bundesliga auf

Köln. Der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg haben mit souveränen Heimsiegen den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht. Spitzenreiter Paderborn gewann am 35. Spieltag der 3. Liga mit 3:0 (3:0) gegen die SpVgg Unterhaching.

Jubelnde Fans auf dem Rasen, Bierduschen für die Spieler: Der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg haben am Samstag mit souveränen Heimsiegen den Aufstieg in die 2. Bundesliga vorzeitig perfekt gemacht.

Beide Mannschaften nutzten gleich ihren ersten Matchball und feierten nach Schlusspfiff ausgelassen mit ihren Anhängern.

"Der Aufstieg ist absolut verdient. Ich möchte nichts an dieser Saison missen", sagte Paderborns Trainer Steffen Baumgart nach dem klaren 3:0 (3:0) gegen die SpVgg Unterhaching im WDR: "Die Jungs arbeiten hart, die Jungs marschieren und die Jungs gehen an ihre Grenze - mehr kannst du als Trainer nicht verlangen." Kurios: Die Ostwestfalen waren vor einem Jahr sportlich in die Regionalliga abgestiegen und hatten die Klasse nur gehalten, weil 1860 München keine Lizenz erhalten hatte.

Sven Michel mit einem Doppelpack (3./31.) und Sebastian Schonlau (27., Foulelfmeter) erzielten vor 14.011 Zuschauern schon vor der Pause die Tore zum Aufstieg. Mit 83 Saisontreffern sorgte der SCP zudem für einen Torrekord in der 3. Liga. "Jetzt werden wir die Stadt unsicher machen, das ist ganz klar. Ich bin gespannt, wann der eine oder andere ins Bett gehen wird", sagte Torhüter Leopold Zingerle, der mit 702 Minuten ohne Gegentor ebenfalls für eine Bestmarke sorgte.

Der punktgleiche Verfolger Magdeburg machte derweil durch ein 2:0 (2:0) gegen Fortuna Köln ebenfalls schon am 35. Spieltag alles klar. Philip Türpitz (5., Foulelfmeter) und Nico Hammann (33.) versetzten die 23.000 Fans mit ihren Toren schon vor der Pause in Aufstiegsstimmung. Der einzige Europapokal-Sieger der ehemaligen DDR spielt kommende Saison erstmals seit der Wiedervereinigung zweitklassig.

"Diese Stadt hat auf den Aufstieg so lange gewartet", hatte Trainer Jens Härtel schon vor der Begegnung gesagt. Von 1991 bis 2015 war der dreimalige DDR-Meister zwischen Oberliga und Regionalliga gependelt, erst 2015 gelang der Aufstieg in die 3. Liga.

Im Kampf um Relegationsrang drei gab es für den SV Wehen Wiesbaden einen weiteren Rückschlag. Das Team von Trainer Rüdiger Rehm kassierte beim 0:2 (0:1) bei Hansa Rostock die vierte Niederlage in Folge. Mit 62 Punkten bleibt der SVWW zwar zunächst Dritter, Verfolger Karlsruher SC (62) kann aber am Montag schon mit einem Remis beim FSV Zwickau vorbeiziehen. Pascal Breier (30.) und Stefan Wannenwetsch (77.) erzielten die Tore.

Im Tabellenkeller verspielte Werder Bremen II durch ein 2:4 (2:0) gegen Carl Zeiss Jena die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die 2:0-Führung durch Rafael Kazior (10./45.+1) reichte den Grün-Weißen nicht, da Manfred Starke (51.), Torhüter Jo Coppens mit einem Abschlag aus rund 80 Metern (54.), Timmy Thiele (73.) und Maximilian Wolfram (85.) nach der Pause für die Wende sorgten. Nach drei Jahren in Liga drei muss Werder somit den Gang in die Regionalliga antreten.

Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt ging beim 0:6 (0:4) gegen die SG Sonnenhof Großaspach unter, die Würzburger Kickers und der Chemnitzer FC trennten sich 0:0.

(sid)