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Oderwitz schlägt Lok im Topspiel klar

Lars Briesemann scheitert aussichtsreich am FSV-Keeper.
Lars Briesemann scheitert aussichtsreich am FSV-Keeper. FOTO: Schurmann
Schleife. Im Spitzenspiel des siebenten Spieltags der Oberlausitzliga hat Tabellenführer Oderwitz die Oberhand im Spiel bei Lok Schleife behalten und so drei Punkte entführt. Nach torlosen 45 Minuten hatten die Gäste den längeren Atem, machten kurz nach dem Wiederanpfiff den ersten Treffer durch Jakub Zocek und erhöhten dann in regelmäßigen Abständen. Paul Kretschmer/pkr1

Die Partie verfolgten zur Freude der Lok knapp 100 Zuschauer am Jahnring. Die Gäste übten frühzeitig Druck auf die auf Ballbesitz spielenden Hausherren aus, welche die erste gute Chance durch Jonas Michlenz nach 15 Minuten hatten. Viele Standards in Strafraumnähe bestimmten die folgenden Minuten auf beiden Seiten, bei denen die Keeper beider Teams ihre Klasse bewiesen und den Kasten jeweils sauber hielten. Während die Gäste dann mehr und mehr Ball- und Feldvorteile einnahmen, versuchte es Lok mit Kampfesgeist. Positiv bleibt an der Stelle zu erwähnen, dass nur eine Gelbe Karte im gesamten Spiel verteilt wurde.

Nachdem beide Mannschaften dann die Seiten getauscht hatten, erhöhte Oderwitz nochmals den Druck und erzielte durch Jakub Zocek in der 53. Minute durch einen straffen Schuss aus der linken Angriffsseite das gerechte 0:1. Schleife zeigte sich davon recht unbeeindruckt, hatte jedoch auch keine Ideen nach vorn. Nach 60 Minuten blitzte dann doch einmal so etwas wie Hoffnung auf, als Briesemann einem Rückspiel hinterhereilte und den Ball sogar am Torhüter vorbei spielte, jedoch kam FSV-Keeper Metelka im Nachsetzen doch noch an das Leder.

Das hätte die Wende sein können. So aber fiel Oderwitz' nächster Treffer in Minute 67 durch Michael Hilscher und nur sechs Minuten später erhöhte Matej Werner nach druckvollen Minuten auf den Lok-Kasten auf 0:3. Damit war die Partie entschieden, Oderwitz spielte die Zeit souverän runter. Gerade in der zweiten Halbzeit zeigte sich, dass für Lok an dem Tag nicht viel zu holen war. Stattdessen besiegelte Hendrick Dietrich nach einem Handspiel von Lok im Strafraum per Foulelfmeter die zweite Heimniederlage der Schleifer in dieser Saison.

Keinesfalls sollten die Einheimischen nach diesem Spiel enttäuscht sein. Im Loklager hat man aufgrund des kommenden spielfreien Wochenendes genug Zeit zum Verdauen. Dann folgt das mit Spannung erwartete Derby zwischen dem VfB Weißwasser und Schleife am Turnerheim.

LOK SCHLEIFE: Zeisig, Panoscha, N. Schurmann (47. Marusch), Lampe, Koschel (80. Urbitsch), Sonnert (63. Sonnert), Kranig, Kraink, Schuster, Michlenz, Briesemann.