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"Wer sind diese Clowns?"
"Müll-Richter" – Platini wettert gegen seine Sperre

Exklusiv Michel Platini hat den Verlust seines Präsidentenamts bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) immer noch nicht verwunden und wettert gegen seine Sperre. Nach dem Urteil der Sportgerichtsbarkeit hofft der 62-Jährige auf die Ermittlungen der Schweizer Justiz.

"Ich kann nicht akzeptieren, zu verlieren, wenn ich nichts getan habe. Ich wurde für vier Jahre aus dem Verkehr gezogen", sagte der Franzose dem Magazin Marianne: "Wer sind diese Clowns, die mich am Arbeiten hindern?"

Platini, der Ende Januar Klage gegen seine Sperre vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erhoben hat, bezeichnete die Richter des Internationalen Sportgerichtshofs Cas und die Ethiker des Weltverbands Fifa als "Müll-Richter": "Das sind keine wirklichen Richter. Ich warte auf die echten Entscheidungen - wie die der Schweizer Staatsanwaltschaft."

Wegen Korruption war Platini im Dezember 2015 zu einer achtjährigen Sperre verurteilt worden. Mittlerweile wurde die Strafe reduziert. Sie ist nun im Oktober 2019 abgegolten.

Platini stand von 2007 bis 2016 an der Spitze der Uefa. Als Spieler wurde er 1984 Europameister, im gleichen Jahr wurde er zu Europas Sportler des Jahres gewählt. Als Mittelfeldakteur von Italiens Rekordmeister Juventus Turin gewann er 1985 den Europapokal der Landesmeister.

(sid)