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Lupenreiner Hattrick von Robert Menzlow

Bestensee. Verwundert rieben sich die meisten Zuschauer nach dem Spiel die Augen. Denn mit einem solch klaren Sieg beim Tabellenzweiten hatte niemand gerechnet. Joachim Mangler

Bereits in den ersten Minuten wurde ein offener Schlagabtausch geführt und Torchancen gab es hüben wie drüben. Beide Abwehrreihen hatten Höchstarbeit zu leisten und dabei so manch brenzlige Situation zu überstehen. In der 19. Minute war die Lübbener Hintermannschaft nach einem Eckball nicht im Bilde und Bestensee ging durch Torjäger André Hönow per Kopf in Führung. Für den Gastgeber schien nun alles nach Plan zu laufen. Doch nicht an diesem Spieltag. Denn die Lübbener kämpften gemeinsam gegen dieses Szenario an und verhinderten den zweiten Gegentreffer. Der Zwei-Mann-Sturm sorgte dabei stets für die nötige Entlastung und entlarvte die Schwachstellen des Gastgebers. In der 29. Minute setzte Robert Menzlow einem fast aussichtslosen Ball nach und seine scharfe Eingabe verwertete Florian Friedrich volley zum 1:1. Der Schiedsrichter hatte die Pfeife bereits im Mund, um die Halbzeit zu verkünden, als Florian Friedrich noch einen Eckball ausführen durfte. Seine Flanke kam punktgenau zu Robert Menzlow, der zum 1:2 einköpft.

Beflügelt kamen die Lübbener aus der Kabine. Mit Bravour und Einsatzbereitschaft überstanden sie die Druckphase des Gastgebers. Die letzen 20 Minuten wurden zur "One-Man-Show". In regelmäßigen Abständen erzielte Robert Menzlow in unnachahmlicher Weise einen lupenreinen Hattrick und stellte so den unerwarteten 1:5-Auswärtsieg der TSG Lübben 65 sicher.