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| 02:36 Uhr

Krieschow und Guben – zwischen Euphorie und Katerstimmung

Krieschow/Guben. Noch können der VfB Krieschow und der BSV Guben Nord ein wenig verschnaufen. Erst in ein paar Wochen geht es wieder los für die beiden einzigen Lausitzer Mannschaften in der höchsten Spielklasse Brandenburgs. Roland Scheumeister/rsm1

Vor dem Saisonstart wurde den Niederlausitzer Clubs von den Beobachtern der Szene durchaus zugetraut, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. Da Meister Grün-Weiß Brieselang das Aufstiegsrecht zur Oberliga wahr nahm und aus dieser kein Team in die Brandenburgliga zurückfiel, lag es nahe, dass der BSV Guben Nord als Vizemeister und der VfB Krieschow, der damals eine starke Rückrunde spielte, in einem Atemzug mit den Favoriten des 16er-Feldes genannt wurden.

Im BSV-Lager wurde die bislang beste Platzierung in der Vereinshistorie allerdings realistisch und als eher schöne Momentaufnahme gesehen. Zwar blieb der Kader zunächst nahezu unverändert. Dem berufsbedingten Abgang Kevin Haufs standen mit Steven Marx (Energie) und Jakub Czerniawski (Polen) zwei hoffnungsvolle Zugänge gegenüber. Doch bereits vor dem Saisonstart ließen einige nicht erwartete Personalprobleme die Pläne über eine erneut starke Rolle der Truppe zu Makulatur werden. Der katastrophale Start zog eine Ergebniskrise nach sich, welche erst durch einige interne Maßnahmen des Trainerteams entschärft wurde.

Eitel Sonnenschein herrscht indes beim SPN-Rivalen Krieschow. Nachdem mit einem fulminanten Endspurt der lange gefährdete Klassenerhalt vorzeitig gestemmt worden war, hat sich der Verein im zweiten Ligajahr höhere Ziele gestellt: "Wir wollen uns weiterhin als stärkste Kraft nach Energie im Niederlausitzer Fußball behaupten", macht Manager Christof Lehmann keinen Hehl aus den Ambitionen des Vereins.

Krieschows Trainer Toni Lempke integrierte die Neuzugänge Marvin Jäschke, Martin Dahm und Felix Angerhöfer (alle Energie) sowie Philipp Knapczyk (Wacker) und Rückkehrer Tim Richter (Burg) erfolgreich in das bewährte Team um Kapitän Fabian Lieschka sowie Toptorjäger Andy Hebler und führte es souverän zur Herbstmeisterschaft.