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Klettwitzer sind wieder im Rennen um Klassenerhalt

Hier kämpften Nico Lauterbach (SpVgg.) und Lars Thimm (Hertha) um den Ball.
Hier kämpften Nico Lauterbach (SpVgg.) und Lars Thimm (Hertha) um den Ball. FOTO: Hetzschold
Getreu dem Motto: "Im Tabellenkeller brennt noch Licht" hat der VfB Klettwitz nach langer Zeit wieder einen Sieg gefeiert. Das Finsterwalder Derby sahen beeindruckende 550 Zuschauer. 160 Fans erlebten den "Big Point" von Vetschau in Hohenleipisch und der damit verbundenen vorzeitigen Kreismeisterschaft. Marco Kloss

SV Golßen - ESV Lok Falkenberg 0:1 (0:0)

SR: Marko Kuba (Calau), Tor: 0:1 Steven Krille (83.), Z: 47

Der Negativtrend der Heimelf sollte endlich gestoppt werden. Golßen fing aggressiv und gut organisiert an. Nach einer guten Anfangsphase der Hausherren folgte bis zum Halbzeitpfiff gähnende Leere. Beide Mannschaften geizten mit Torchancen. Auch im zweiten Durchgang war für die Angriffsreihen meist am Strafraum Schluss. Gut zehn Minuten vor dem Ende rutschte eine Flanke von Steven Krille ab und schlug in das lange Eck ein. Torhüter Torsten Schmitt, bester Mann der Heimelf, parierte in der Folge noch zwei Großchancen. Golßen konnte keinen Offensivdruck mehr aufbauen, sodass es bei der vierten Niederlage in Folge blieb.

Chemie Schwarzheide - Senftenberger FC 2:3 (1:2)

SR: Andreas Walter (Uebigau), Tore: 1:0 Marco Noack (7.); 1:1 Marcel Balke (17.); 1:2 Göran Seemann (43./FE); 2:2 Nico Stoll (47.); 2:3 Marek Goldhammer (71), Z: 64

Schwarzheide wollte einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf feiern. Der schnelle Stürmer Marco Noack traf bereits nach sieben Minuten zur Führung. Die Heimelf wurde mit langen Bällen überrascht. Beim Ausgleich sahen Abwehr und Torhüter nicht gut aus. Die wenigen guten Chancen ließ die Heimelf liegen. Sie wurde mit einem berechtigten Foulelfmeter bitter bestraft. Die Anfangsoffensive nutzten die Chemiker zum Ausgleich. Schwarzheide wollte nun die Führung und brachte gute Chancen nicht unter. Die Gäste machten es besser und gingen nach einem Freistoß in Führung. Die sich nun bietenden Konterchancen der Gäste wurden nicht genutzt.

SV Lok Calau - Askania Schipkau 0:1 (0:0)

SR: Sven Grogorick (Vetschau), Tor: 0:1 Sven Lorenz (83.)., Z: 59

Im Abstiegskrimi zeigten die Gäste den deutlich härteren Biss. Calau hatte im ersten Durchgang in Torwart Robert Radnick einen sicheren Rückhalt und das Glück auf seiner Seite. Nach einem Innenpfostenschuss und dem nicht gegebenen Abseitstor der Askanen wachten die Hausherren auf. Mitte der zweiten Halbzeit kamen die Platzbesitzer zu drei Großchancen. Die Gäste erzielten zehn Minuten vor dem Ende den verdienten Siegtreffer durch Sven Lorenz.

VfB Klettwitz - Grün-Weiß Groß Beuchow 3:2 (2:0)

SR: Andreas Herbrig (Bad Liebenwerda), Tore: 1:0, 2:0 Nico Parnitzke (10., 40.); 2:1 Ronny Zech (59.); 2:2 Maik Patorek (77.); 3:2 Felix Peters (85.), Z: 64., RK: Sebastian Peipe (82./VfB)

Endlich konnte der VfB Klettwitz wieder alte Tugenden abrufen. Im ersten Durchgang war relativ schnell klar, wo die Tore fallen sollten. Schnörkellos spielte sich der VfB in den Strafraum und kam zu zwei Treffern. Groß Beuchow kam dann besser aus der Kabine und verkürzte. Mit einem direkten Freistoß gelang sogar der Ausgleich. Mit dem Feldverweis für Klettwitz versuchte Beuchow noch mehr, musste aber nach einem Freistoß den 3:2-Rückstand hinnehmen. Klettwitz möchte nach dem Sieg noch einmal angreifen, um das mögliche Wunder Klassenerhalt anzugehen.

FSV Groß Leuthen/Gröditsch - FC Schradenland 0:0

SR: Manfred Haarich (Lübben), Z: 87

Die Gäste starteten gut in die Partie und hatten schon in den ersten zehn Minuten gute Chancen. Es entwickelte sich eine schnelle und gute Partie. Groß Leuthen erzwang sich nach und nach mehr Chancen. Der Torhüter vom FC Schradenland musste mit guten Paraden die Null festhalten. Sebastian Milke hatte dann fast das 1:0 geschafft, doch das gut amtierende Schiedsrichtergespann sah Vorlagengeber Pascal Weißbach im Abseits. Beide Mannschaften müssen damit am Ende mit einem Punkt vorlieb nehmen.

Eintracht Ortrand - Germania Ruhland 3:1 (1:0)

SR: Nico Birnbaum (Elsterwerda), Tore: 1:0 Jan Hansel (22.); 1:1 Mike Wachs (55.); 2:1, 3:1 Michael Mann (86., 90+5.), Z: 62

Ruhland begann druckvoll und mit guten Spielzügen in der Offensive. Ortrand spielte ruhig und konzentriert. Nach zwei Vorstößen der Hausherren traf Jan Hansel zur Führung. Bis zur Halbzeit war es ein abwechslungsreiches Spiel, wobei beide Mannschaften das Tor verfehlten. Ruhland kam besser aus der Pause und bestrafte die verunsicherte und fehlerhafte Eintracht-Elf mit dem Ausgleich. Kurz darauf klatschte ein Schuss der Gäste gegen den Pfosten. Die Schlussphase konnte Ortrand wieder für sich gestalten und kam nach einem Freistoß zum Führungstreffer. In der Nachspielzeit gelang dann die endgültige Entscheidung.

Hertha Finsterwalde - SpVgg. Finsterwalde 2:0 (2:0)

SR: Sten Seliger (Finsterwalde), Tore: 1:0 Lars Thimm (25.); 2:0 Calvin Jentzsch (26.), Z: 550, GRK: Steve Janisch (85./SpVgg)

Die Finsterwalder Hertha hat den ersten Pflichtspielsieg gegen die Spielvereinigung Finsterwalde seit fast neun Jahren eingefahren. Gleichzeitig beendete die Elf eine Serie aus vier siegreichen Ligaspielen in Folge. In einer spielerisch durchschnittlichen, aber bis zum Ende spannenden Partie entschied ein Doppelschlag der Grün-Weißen in der ersten Halbzeit das Spiel. Ein Konter der Hertha brachte die Führung. Noch nicht richtig fertig mit Jubeln nutzte Calvin Jentzsch seinen Freiraum zum 2:0 innerhalb von wenigen Sekunden. Der Rückstand warf die SpVgg. komplett aus dem Konzept. Auch im zweiten Abschnitt hatte Hertha die besseren Chancen. In der hitzigen Partie vor traumhafter Zuschauerkulisse wurde es zunehmend zweikampfintensiver mit der Folge des Platzverweises für Steve Janisch kurz vor dem Ende.

VfB Hohenleipisch II - Blau-Weiß Vetschau 0:2 (0:1)

SR: Gerd Werner (Finsterwalde), Tore: 0:1, 0:2 Eduard Gutar (26., 66.), Z: 160

Spitzenreiter Vetschau kann nach dem Sieg beim VfB Hohenleipisch II den Aufstiegssekt kaltstellen. Bei sieben ausstehenden Spielen hat Vetschau zwölf Punkte Vorsprung. Beide Mannschaften schenkten sich zu Beginn nichts. Nach einem abgeblockten Freistoß erzielte Eduard Gutar die verdiente Führung, soll dabei aber vorher mit der Hand am Ball gewesen sein. Im zweiten Abschnitt steigerte sich der VfB II und hatte zweimal Pech beim Schuss gegen das Aluminium. Robert Liebe musste seine Mannschaft mit zwei guten Paraden im Spiel halten. Nach einem Konter war es wieder Eduard Gutar, der die Entscheidung besorgte. Sekunden vor dem Ende hatte Sascha Gutsche den Anschluss auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten.