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| 09:02 Uhr

Nach der U21-EM
Junioren-Cheftrainer: „Müssen ganzes System hinterfragen“

 Meikel Schönweitz macht sich Gedanken über das Ausbildungssystem der deutschen Juniorenteams. Foto: Oliver Killig
Meikel Schönweitz macht sich Gedanken über das Ausbildungssystem der deutschen Juniorenteams. Foto: Oliver Killig
Berlin. Nach dem verlorenen EM-Finale der deutschen U21-Fußballer hat Meikel Schönweitz, Cheftrainer aller deutschen Juniorenteams, das deutsche Ausbildungssystem in Frage gestellt. dpa

„Wir müssen das ganze System mal wieder hinterfragen“, sagte der 39-Jährige dem „Kicker“. Die U21 von Trainer Stefan Kuntz, die in Italien die EM-Titelverteidigung durch ein 1:2 gegen Spanien verpasste, sei nicht das Problem. Sorge würden vielmehr die darunter liegenden Spielergenerationen machen.

„Da sind uns andere Nationen im Moment schon ein Stück voraus. Da müssen wir viel arbeiten und neu justieren, damit wir das kompensieren“, sagte Schönwitz. Statt vieler Spitzentalente gingen zu viele gleichförmige Spielertypen aus dem aktuell überfrachteten Ausbildungssystem hervor. „Wir sind ein Stück über professionalisiert“, meinte Schöwnitz.

Zudem stünden nicht die Spieler im Zentrum der Ausbildung, sondern das System: „Der Rahmenterminkalender, die Clubs, Verbände, Medien und so weiter. Daran müssen sich die Wettbewerbe, die Trainer und ganz am Ende auch die Spieler anpassen. Aber genau daran leiden die nachfolgenden Jahrgänge. Wir müssen die Förderstrukturen besser aufeinander abstimmen. Da müssen wir umdenken, und das wird echt schwierig“, erklärte der 39-Jährige. Das sei eine gewaltige Aufgabe.

DFB-Mitteilung zu Schönweitz