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IBA-Städter enttäuschen gegen die Elsterelf auf ganzer Linie

Hier befindet sich der Großräschener Markus Miottke (vorn, l.) im Kopfballduell mit dem Herzberger David Ludewig.
Hier befindet sich der Großräschener Markus Miottke (vorn, l.) im Kopfballduell mit dem Herzberger David Ludewig. FOTO: Steffen Rasche/str1
Landesklasse. Der einhellige Tenor unter den Zuschauern nach Spielschluss ist gewesen, wie eine Mannschaft innerhalb von drei Wochen das Fußballspielen dermaßen verlernt haben kann. Ingo Lüdeke

Und in der Tat sind die Leistungsunterschiede der Großräschener Kicker zwischen der Hinrunde und dem jetzigen Gekicke frappierend. Das alles nur auf die lange Ausfallliste zu schieben, wäre zu einfach, denn auch der Gegner aus Herzberg musste einige Spieler ersetzen.

Herzberg geht in Führung

So war es auch kein Wunder, dass das Spiel zerfahren begann. In der 13. Minute erarbeiteten sich die Hausherren die erste Chance. Stefan Klotz drang über die linke Seite in den Strafraum ein und passte nach innen, wo Markus Miottke im letzten Moment vor dem Abschluss abgeblockt wurde. Fünf Minuten später folgte die Riesenchance für Herzberg. Als Innenverteidiger Steve Schultchen beim Rettungsversuch wegrutschte, war ein Gästeangreifer frei durch. Torwart Manuel Büttner rettete im ersten Versuch großartig, den Nachschuss holte Sebastian Backasch gerade noch so von der Linie. Nach einer halben Stunde war es dann aber doch passiert. Petzold wurde nicht ernsthaft genug angegriffen und zog halb links von der Strafraumgrenze einfach mal ab. Schließlich landete das Geschoss unhaltbar im Großräschener Tor.

Bei den Gastgebern lief fortan nichts mehr zusammen. Da mussten dann die Herzberger kurz vor der Halbzeit schon selbst mithelfen. Nach einem Handspiel blieb dem guten Schiedsrichter Tarnow aus Lübben nichts weiter übrig, als auf Elfmeter zu entscheiden. Der schwach geschossene Strafstoß ging jedoch am Tor vorbei. Wer auf Besserung in den zweiten 45 Minuten gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Aus Gastgebersicht gab es nur noch eine nennenswerte Aktion in der 75. Minute. Bezeichnend dabei, dass die beiden Jüngsten aus dem Großräschener Kader dafür verantwortlich waren. Sebastian Scholz eroberte sich auf der rechten Seite den Ball und flankte punktgenau vor das Tor auf Stefan Klotz, dessen Kopfball aber nur an den linken Pfosten des Herzberger Tores klatschte.

Kein Landesklassen-Niveau

Die letzte halbe Stunde mutierte dann endgültig zur Slapstick-Nummer. Was die Großräschener Hintermannschaft den Gästestürmern durch individuelle Aussetzer anbot, und wie die Herzberger diese Geschenke reihenweise ausließen, hatte mit Fußball auf Landesniveau nichts mehr zu tun.

Am Ende reichte es für den VfB trotzdem zum ungefährdeten Auswärtssieg, weil die Hausherren zum Schluss der Partie immer mehr verkrampften und somit letztendlich nichts Konstruktives mehr zustande brachten.