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| 02:43 Uhr

Herzberg und Hohenleipisch II mischen oben mit

Die Südbrandenburger Mannschaften haben in der Fußball-Landesklasse eine gute Hinrunde gespielt und können mit wenigen Ausnahmen mit den erzielten Punkten auch zufrieden sein. Bei aktuell drei Absteigern Richtung Kreisoberliga wird es aber für zahlreiche Teams noch eine sehr anstrengende Rückrunde. An der Tabellenspitze sah es lange gute aus, ehe der VfB Cottbus und der SV Döbern noch vorbeizogen. Marco Kloss / mkl1

VfB Herzberg

Hätte man dem VfB vor der Saison gesagt, dass die Kreisstädter mit 26 Punkten auf Rang drei liegen und sogar elf Spieltage an der Tabellenspitze verbringen würden, wären die Verantwortlichen wohl vor Lachen aus den Latschen gekippt. Trainer Helmut Brenner kann auf die Treffsicherheit von Tomas Brezinsky (10) und David Cerny (9) setzen, die auch die meisten Einsätze der 22 eingesetzten Spieler aufweisen.

VfB Hohenleipisch II

Nach drei Spielen ohne Sieg kam der Aufsteiger immer besser in Schwung und ist seit aktuell vier Spielen ohne Niederlage bis auf Platz vier vorgedrungen. Trainer Lars Richter kann dabei auf einen großen Kader setzen und freut sich über die stetige Unterstützung aus der ersten Mannschaft. So ist es nicht verwunderlich, dass der VfB bereits 40 Spieler eingesetzt hat, wobei Michael Roigk und Stefan Werner die meisten Spiele absolvierten. Am treffsichersten war die Nummer drei der Einsatzliste, Stefan Werner (sechs Tore).

SSV Alemannia Altdöbern

Mit einem Auf und Ab und Platz sechs zum Hinrundenende sind auch die Lila-Weißen aus Altdöbern voll im Soll. Nur zwei Niederlagen musste die Mannschaft hinnehmen, verpasste aber mit sechs Remis auch eine bessere Tabellenposition. Torhüter Steffen Blaske war in der Hinrunde der Dauerbrenner für seine Mannschaft und verpasste keine der 1260 möglichen Einsatzminuten. Von 20 eingesetzten Spielern waren Florian Franke und Sebastian Läser am Erfolgreichsten. Je sieben Treffer stehen für die Angreifer zu Buche, wobei Steven Lubitz mit fünf Treffern nicht weit im Hintertreffen ist.

SG Friedersdorf

Die Almkicker ließen sich von zwei Niederlagen zum Auftakt nicht aus dem Plan bringen und ließen sechs Spiele ohne Niederlage folgen. Mit zwei Siegen zum Hinrundenabschluss sind die Friedersdorfer auf Rang sieben und wollen in der Rückrunde noch einmal oben angreifen. Mit erst 15 Gelben Karten und einer Gelb-Roten Karten liegt die SGF auch in der Fair-Play-Wertung sehr gut auf Platz zwei hinter Vorjahressieger Eintracht Peitz.

23 Spieler setzte Trainer Stephan Wagner ein und hatte mit Kevin Müller einen Spieler an Bord, der die komplette Distanz spielte. David Wagner war erfolgreichester Torjäger - zehn Treffer in 14 Spielen.

TSV 1878 Schlieben

Die 1878er waren bis Spieltag elf sehr gut dabei, verpassten aber mit Heimniederlagen gegen Hohenleipisch und Spremberg sowie der Niederlage beim VfB Cottbus eine bessere Position als Platz acht. Bei einem Spiel weniger ist zumindest Rang sechs in greifbarer Nähe. Trainer Mike Urban kann auf einen großen Stamm setzen und setzte ingesamt 20 Spieler ein. Während Robert und Albert Dehne die komplette Distanz auf dem Feld waren, musste der junge Philipp Schneider nach einer Auswechslung mit Rang drei vorliebnehmen. Robert Dehne ist es auch, der die Torjägerwertung anführt. In seinen 14 Spielen konnte der Angreifer zehn eigene Treffer bejubeln.

SV Eintracht Lauchhammer

Mit einiger Anlaufzeit hat Eintracht Lauchhammer Richtung Hinrundenende doch noch die Kurve bekommen und ist auf Platz neun angekommen. Die Mannschaft von Silvio Schenk benötigte fünf Spiele für den ersten Sieg der Saison, holte dann aber gleich drei Punkte im Stadtderby beim FSV Lauchhammer. Auch in der Rückrunde sollen die wichtigen Punkte Richtung Klassenerhalt im heimischen Sportforum geholt werden. 13 von 19 Punkten bejubelte die Eintracht auf heimischem Platz. Von den eingesetzten 25 Spielern war kein Akteur über die gesamte Spielzeit auf dem Platz. Mirko Vogt verpasste die zweite Halbzeit gegen Großräschen, führt die Liste aber an. Wesentlicher Faktor im Spiel der Eintracht bleibt Julian Schenk, der mit acht Treffern wichtige Punkte sicherte.

FC Bad Liebenwerda

Nach einem guten Saisonauftakt ging den Kurstädtern Richtung Winterpause die Luft aus. Aus den letzten vier Spielen holte die Mannschaft von Mario Barczyk nur einen Punkt und rutschte auf Rang zehn ab. 27 Spieler waren in der Hinrunde aktiv, wobei schon fünf Platzverweise ebenfalls für viele Zwangspausen sorgten. Der aktuell letzte Platz in der Fair-Play-Wertung soll in der Rückrunde aber noch verlassen werden. Michael Nicklisch ist für den FC eine wichtige Institution und führt die Einsatzstatistik und Torjägerwertung an. Ihm dicht auf den Fersen ist Francis Ouma, der ebenfalls neun Treffer in seinen 15 Spielen erzielte, dafür aber weniger Minuten benötigte.

FSV Lauchhammer

Zwei Heimsiege zum Auftakt brachten dem FSV Lauchhammer die Hoffnung auf eine ruhigere Saison, die aber je zerbrach, als man fünf Spiele in Folge ohne Punkte blieb und die altbekannte Auswärtsschwäche zum Tragen kam. Richtung Winter ist der FSV aber nun seit drei Spielen ohne Niederlage in der Fremde und hofft in der Rückrunde auf einen schnellen Klassenerhalt. Dauerbrenner beim FSV ist Torhüter Ralph Schouppe, der für seine Mannschaft in allen Spielen an Bord war. Die Lebensversicherung beim FSV Lauchhammer heißt Michel Müller, elf Treffer bedeuten auch die knappe Führung in der Torschützenliste der Gesamtstaffel.

FSV Rot-Weiß Luckau

Nach einem stetigen Auf und Ab verließen die Rot-Weißen mit dem Sieg in Drebkau vorerst die Abstiegsränge. Insgesamt sind aber fünf Siege bei zehn Niederlagen zu wenig, um Richtung gesichertes Mittelfeld zu schielen, sodass in der Rückrunde eine Leistungssteigerung von Nöten sein wird. Als wichtige Routiniers führen Tobias Krause und Henning Tölpe die Einsatzstatistik vor dem jungen Stürmer Tom Mikolajek an. Kapitän Steffen Schumann sorgte mit fünf Treffern für ein Fünftel der Luckauer Tore, dicht gefolgt von Tobias Krause und Tobias Riese mit je vier Treffern. Insgesamt waren in der ersten Saisonhälfte 24 Spieler für den FSV aktiv.

SV Großräschen

Der personelle Umbruch sorgt beim SV Großräschen für große Probleme. Nur drei Siege und vier Remis stehen den sieben Saisonniederlagen gegenüber. Die IBA-Städter kamen in den ersten fünf Saisonspielen nur zu zwei Punkten und mussten fortan mit der Mission Klassenerhalt planen. Nach zwischenzeitlich fünf Spielen ohne Niederlage gab es zum Ende der Hinrunde wieder vier Spiele ohne Punkte und damit den vorletzten Tabellenplatz. Neuzugang Dominique Pawlewitz war in der Mannschaft von Spielertrainer Marcus Winkler der Akteur mit den meisten Einsätzen. Probleme bringt auch die Fair-Play-Wertung mit sich, wo der SV Großräschen mit 48 Gelben Karten, drei Gelb-Roten und einer Roten Karte auf dem vorletzten Platz liegt. Bester Torjäger ist Maik Becker, der bei zwölf Einsätzen sieben Mal traf.