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Herber Verlust für den Lausitzer Fußball

Bei der Altliga-Mannschaft des FC Energie war Rüdiger Lorenz (l.) der wichtige Organisator.
Bei der Altliga-Mannschaft des FC Energie war Rüdiger Lorenz (l.) der wichtige Organisator. FOTO: ski1
Cottbus. Die Lausitzer Fußball-Gemeinde ist vom plötzlichen Tod des 73-jährigen Rüdiger Lorenz in der Vorwoche geschockt. Der langjährige Sportfunktionär hinterlässt eine große Lücke. Der Landesverband würdigt seine Arbeit, besonders schmerzlich vermissen ihn seine Altliga-Kameraden. der Burg / vdb1

Rüdiger Lorenz war einer, dessen Leben maßgeblich durch den Fußball bestimmt war. Ob als Aktiver in jungen Jahren bei Motor Forst, beim damaligen DTSB der DDR oder als erster Geschäftsführer des nach der Wende neu gegründeten Fußball-Landesverbandes Brandenburg (FLB). 2005 war er Geschäftsführer beim FC Energie und drei Jahre lang Geschäftsführer des Norddeutschen Fußball-Verbandes in Bremen. Immer rastlos, immer für den Fußball tätig, ob als DFB-Mobil-Koordinator, als Integrationsbeauftragter oder als Schiedsrichter-Betreuer beim FC Energie in der 2. Liga.

Besonders schmerzlich werden ihn seine Kameraden bei der Energie-Altliga vermissen. Seit 1976 war er dort dabei und schaffte es immerhin auf 299 Spieleinsätze mit 99 Toren. Mit zunehmendem Alter verlegte sich Rüdiger Lorenz bei den "Old-Boys" des Vereins ganz auf das Organisatorische, was er, auch dank seines guten Netzwerks, fast perfekt beherrschte. Schriftkram, Spiel ansetzungen, Punktspielrunden, Jahresendfahrten - alles undenkbar ohne sein organisatorisches Talent.

Rüdiger Lorenz war nicht immer einfach. Er konnte nicht mit jedem und nicht jeder konnte mit ihm. Trotzdem brachte ihm seine Arbeit die Achtung aller ein. Eine Vielzahl von Auszeichnungen stehen als Beweis dafür: Für seine Verdienste wurde Rüdiger Lorenz mit der Ehrenplakette und der Ehrennadel in Gold des Fußball-Landesverbandes Brandenburg, der Verdienstnadel des Nordostdeutschen Fußballverbandes sowie der Verdienstnadel des Deutschen Fußball-Bundes geehrt. Bei Energie Cottbus erhielt er 2013 die Ehrennadel in Gold.

Der FLB mit Präsident Siegfried Kirschen würdigte seine Arbeit bei der "Schaffung moderner Strukturen und Prozesse des Verbandes". Man werde Rüdiger Lorenz ein ehrendes Gedenken bewahren, hieß es in der Traueranzeige des FLB.

Der Präsident des Ehrenrates des FC Energie und Altliga-Präsident, Volker Ziegenhagen, sah in Rüdiger Lorenz einen Menschen "der ständig unter Dampf stand, ein Macher, für den Ruhe ein Fremdwort war. Er hinterlässt eine große Lücke. Seiner Familie wünschen wir viel Kraft bei der Überwindung des schmerzlichen Verlustes."

Die Trauerfeier für Rüdiger Lorenz mit anschließender Urnen-Beisetzung findet am 10. Februar auf dem Cottbus Südfriedhof statt.