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| 17:31 Uhr

0:3-Niederlage in Frankfurt
HSV verliert und ist auf Schützenhilfe angewiesen

Frankfurt. Der wochenlang schon abgeschriebene Hamburger SV hat durch eine 0:3 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt eine große Chance im Kampf gegen den erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga vertan.

Der wochenlang schon abgeschriebene Hamburger SV hat durch eine 0:3 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Frankfurt eine große Chance im Kampf gegen den erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga vertan.

Die gleichzeitige Niederlage des VfL Wolfsburg bewahrte den Bundesliga-Dino vor dem Super-GAU, dem Abstieg. Die Entscheidung fällt nun im Saisonfinale am kommenden Samstag.

Um den Niedergang nach 55 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zum Fußball-Oberhaus noch zu verhindern, braucht die Mannschaft von Trainer Christian Titz am letzten Spieltag allerdings zwingend einen Sieg. Gleichzeitig muss der HSV zudem auf eine Pleite der Wolfsburger gegen den bereits abgestiegenen 1. FC Köln hoffen, um noch auf den Relegationsplatz zu klettern.

Frankfurt, das durch Treffer von Marius Wolf (31.), Omar Mascarell (77.) und der eingewechselte Fußball-"Gott" Alexander Meier (90.+1) verdient siegte, hat derweil im Kampf ums internationale Geschäft alle Trümpfe in der Hand. Ein Sieg bei Schalke 04 würde der Eintracht zur Europa-League-Qualifikation reichen. Eine weitere Chance böte sich zudem im Pokalfinale gegen Bayern München.

Die Last des drohenden Niedergangs war den nervösen Hamburgern in Frankfurt deutlich anzumerken. Weil die Eintracht ihre spielerische Überlegenheit jedoch nur selten in Torchancen ummünzte, schien der HSV dennoch plötzlich obenauf. Der Treffer von Tasuya Ito (25.) wurde allerdings nach Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen.

In der Folge nahm der Druck der Frankfurter aber weiter zu, sodass Wolf die Gastgeber letztlich in Führung schoss. HSV-Keeper Julian Pollersbeck rettete seine Mannschaft wenig später zudem in höchster Not gegen Mascarell (36.) vor dem vorzeitigen K.o. vor der Pause.

Traum-Comeback für Meier

In Halbzeit zwei bäumte sich der HSV auf: Bobby Wood (67.) hatte die erste gute Chance für den HSV, Douglas Santos traf kurz danach den Pfosten (70.), das anschließende Abstaubertor von Lewis Holtby wurde wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. Der HSV ging anschließend noch einmal volles Risiko, kassierte allerdings prompt die kalte Dusche durch Mascarell.

Emotional wurde es dann noch einmal in der 87. Minute, als Frankfurts Kapitän Meier nach mehr als einjähriger Verletzungspause sein Comeback feierte. Die Fans begrüßten ihren "Fußball-Gott" bei seinem womöglich letzten Heimspiel nach insgesamt 14 Jahren bei der Eintracht mit stehend dargebrachten Ovationen. Meiers Vertrag läuft am Saisonende aus, Vertragsgespräche wurden bislang nicht geführt.

(sid)