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Forst sonnt sich im Auswärtstor-Rausch ...

Auf engstem Raum: Der Forster Schütze zum 0:1, Eric Schwerdtner, schirmt den Ball vor Thomas Reichstein (r.) und dessen Kahrenern ab. Am Ende siegten die 03er dennoch wie im Hinspiel.
Auf engstem Raum: Der Forster Schütze zum 0:1, Eric Schwerdtner, schirmt den Ball vor Thomas Reichstein (r.) und dessen Kahrenern ab. Am Ende siegten die 03er dennoch wie im Hinspiel. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
KREISOBERLIGA. Nachdem der Kahrener SV schon das Hinspiel in der Rosenstadt mit 2:0 gewonnen hatte, konnten die Forster auch aus dem Rückspiel nichts Zählbares mitnehmen. Obwohl es die Gäste waren, die den ersten Treffer der Partie gesetzt hatten. Doch von der prompten Antwort des KSV konnte sich der SV Lausitz nie so recht erholen, waren es doch fortan die Hausherren, die die Partie mehr oder weniger intensiv dominierten. Georg Zielonkowski

Personalien: Wenige Minuten vor dem Anpfiff musste Kahrens Christian Röseler mit Kreislaufproblemen passen. Angreifer Florian Kasper fehlt weiterhin, doch standen die Mittelfeldakteure Oliver Wesche und Sebastian Schoene wieder bereit. Auch aufgrund der Ausfälle von Schikora, Kerb und Krüger setzte der Forster Trainer mit Marvin Hartl und Markus Gebauer zwei Kicker aus der A-Jugend ein, die einen guten Job gemacht haben.

Spielverlauf: Zunächst konnten zwei offensive Mannschaften beobachtet werden, denen es jedoch an jener Präzision fehlte, die nötig ist, um eine Chance oder gar ein Tor herauszuspielen. Lediglich ein Lapsus von Abwehrchef Markus Schindler bescherte den Forstern eine gute Chance, doch traf Wollny den Pfosten (5.). Noch geradliniger dann der Angriff der Gäste in der 27. Minute. Zwischen zwei einheimischen Abwehrspielern sprintete Eric Schwerdtner hindurch, um an der Strafraumgrenze abzuschließen. Torhüter Lukas Konzack konnte zwar parieren, doch beim Nachschuss war er machtlos.

Offenbar sonnten sich die Gäste daraufhin aber noch im Auswärtstor-Rausch, denn der nächste Angriff der Platzbesitzer sollte sie aus ihren Siegesträumen reißen. Eine schöne Kombination konnte zwar zunächst noch abgewehrt werden, doch im zweiten Anlauf war es Eric Behrendt, der aus der Drehung den Ausgleich erzielte (28.). Als hätte es dieses Erfolgserlebnisses bedurft, war es fortan der KSV, der dem Spiel den Stempel aufdrückte. Nochmals war Behrendt (30.) dicht an der Führung dran. Das vermeintliche 2:1 für Kahren fiel dann auch nach 39 Minuten, allerdings aus Abseitsposition, die das souveräne Kollektiv um Ronny Wiemann glaubhaft erkannte. Denny Schopka hatte mit einem Schlenzer den Pfosten getroffen, der den zurückspringenden Ball verwertende Behrendt stand in strafbarer Position.

Mit dem Wiederanpfiff brach erneut eine eher langatmige Phase an, in der keine Mannschaft gescheite Abschlüsse produzierte. Erst ab Minute 60 begann das Kahrener Chancenfestival. Klämbt (61.), Krüger (63.), Schöne (65.) und Behrendt (67.) verfehlten das Gehäuse. Zwölf Minuten vor dem Ende schlug es dann dennoch ein. Mit einer sehenswerten Kombination über Markus Schindler und Stephan Engel kam das Spielgerät zu Behrendt, der am langen Pfosten lauerte und problemlos verwandelte.

Forst wurde von diesem Gegentor offenbar aufgeschreckt. Wie anders sind zwei dicke Chancen durch Schwerdtner (82.) und Ricardo Rohde (85.) zu erklären? Knapp am Pfosten vorbei und knapp über die Latte flog der Ball, der erneute Ausgleich lag da tatsächlich in der Luft. Kahrens Dreh- und Angelpunkt Schopka war es vorbehalten, für den Schlussakkord (88.) zu sorgen. Doch auch der Distanzschuss des 36-Jährigen strich über das Tor.

Trainerstimmen: Marco Christoph (Kahren): Wir sind erst beim Gegentor aufgewacht. Später gab es reichlich Chancen, aber da trat unser Hauptproblem zutage, die Chancenverwertung. Es ging gut, doch waren die zwei Tore schlussendlich zu wenig für den Aufwand, den wir später betrieben haben.

Torsten Leske (Forst): Wir haben speziell im zweiten Abschnitt viel zu wenig für unseren Angriff getan. Aber wenn es schon so ist, kann man ja wenigstens hinten den Laden dicht halten. So aber haben wir zu sorglos agiert, so kam noch das Gegentor zustande. Aber es war wie immer, Kahren liegt uns einfach nicht.