| 21:39 Uhr

Fußball-Weltverband
FIFA: Russland-Urteil und Mutko-Sperre ohne Folgen für WM

Wurde lebenslang von Olympia ausgeschlossen: Cheforganisator Witali Mutko. Foto: Christian Charisius
Wurde lebenslang von Olympia ausgeschlossen: Cheforganisator Witali Mutko. Foto: Christian Charisius FOTO: Christian Charisius
Zürich. Die FIFA sieht ihre WM-Vorbereitungen durch das IOC-Urteil gegen Russland und den lebenslangen Olympia-Ausschluss von Cheforganisator Witali Mutko wegen dessen Verwicklungen in den Doping-Skandal nicht beeinträchtigt. dpa

„Die FIFA hat die Entscheidung des IOC bezüglich der Teilnahme russischer Athleten an den kommenden Olympischen Winterspielen zur Kenntnis genommen. Diese Entscheidung hat keinen Einfluss auf die Vorbereitungen für die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018, da wir weiterhin daran arbeiten, die bestmögliche Veranstaltung zu liefern“, hieß es in einem Statement des Fußball-Weltverbandes.

Über mögliche Ermittlungen gegen Mutko durch die FIFA-Ethikkommission wurden keine Angaben gemacht. „In Bezug auf mögliche disziplinarische oder ethische Angelegenheiten, die bestimmte Personen betreffen, obliegt es den jeweiligen FIFA-Organen, diese zu bewerten.“ Eine Reaktion der Ethikkommission stand noch aus.

Mutko war bis zum Mai dieses Jahres Mitglied des FIFA-Councils. Wegen seiner diversen politischen Ämter wurde ihm eine erneute Kandidatur von der Governance Kommission der FIFA untersagt. Der Leiter des Gremiums, Miguel Maduro, wurde daraufhin auf Geheiß von FIFA-Chef Gianni Infantino wie auch die Spitze der Ethikkommission nicht mehr für eine neue Amtszeit nominiert.

Mutko konnte sein Amt im WM-Organisationskomitee behalten. Am Freitag hatte er kurz vor der WM-Gruppenauslosung auf die Frage nach einem möglichen Rückzug wegen der Doping-Vorwürfe mit einem wütenden Monolog geantwortet und jede Form des staatlich organisierten Dopings in Abrede gestellt. Infantino hat Russlands Fußball-Funktionäre gegen jede Doping-Vorwürfe bislang stets verteidigt.

„Wenn genügend Beweise vorliegen, um die Verletzung von Anti-Doping-Regeln durch einen Athleten nachzuweisen, würde die FIFA die entsprechende Sanktion verhängen. Auf der anderen Seite sollte betont werden, dass Sanktionen nicht aufgrund eines bloßen Verdachts oder begrenzter Tatsachen verhängt werden können“, hieß es von der FIFA.

IOC-Mitteilung - englisch

Interview Gotzmann

IBSF-Mitteilung

Mitteilung NOK Russland (Russ.)

IOC-Pressemitteilung zur bislang letzten Entscheidung im russischen Dopingskandal

Seite des IOC mit Pressemitteilungen

Link zum ersten Teil des McLaren-Reports

Link zum zweiten Teil des McLaren-Reports

Pressemitteilung des IOC zu den beiden Kommissionen

IOC-Pressemitteilung zu den russischen Startern in Sotschi