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| 02:46 Uhr

Favorit wird seiner Rolle spät gerecht

Gehörten zu den Leistungsträgern beim zweiten Sieg im zweiten Spiel: die VfB-Rückkehrer Sebastian Kölzow (l.) und Axel Buder.
Gehörten zu den Leistungsträgern beim zweiten Sieg im zweiten Spiel: die VfB-Rückkehrer Sebastian Kölzow (l.) und Axel Buder. FOTO: bls1
Weißwasser. Zur Eröffnung der Heimspielserie präsentierte sich der VfB Weißwasser seinem Publikum engagiert, dennoch mit Problemen in der Abstimmung, dem Zusammenspiel – und mit späten Toren. Birgit Husgen / bls1

Der Aufsteiger aus Obercunnersdorf machte dem VfB das Leben sehr schwer. Zunächst fingen die Platzbesitzer jeden Ball in Richtung VfB-Tor ab, machten hinten dicht und suchten mit langen Bällen, teils auch diagonal, den gut postierten Mitspieler. Sebastian Kölzow war der erste, der Blau-Weiß-Keeper Burkhardt zu einer Fußparade zwang (6.). Mit zunehmender Spielzeit fand aber auch die SG Mittel und Wege, um ihre schnellen Stürmer in Aktion zu bringen. So durfte Knobel für Weißwasser in der 15. Minute klären, als er einen Schuss von Felix Herrmann im Nachfassen sicherte.

Sehr zeitig mussten die Kicker vom Turnerheim Tom Wiesner hergeben (17.). Er verletzte sich im Zweikampf bei einer Kopfballaktion. Seine Mannschaftskameraden agierten auch in der Folge zu lässig und schenkten viele Bälle her. Die Laufbereitschaft fehlte und mit statischen Aktionen war dem mauernden Gegner nicht beizukommen. Die beste Szene für den VfB leitete in der 30. Minute Sebastian Kölzow mit seinem Diagonalpass auf Axel Buder ein, der sofort flach abzog. Wenige Zentimeter fehlten Stefan Beil daran, den Ball abzufälschen.

Erst mit einer Einzelleistung durch den starken und den Unterschied ausmachenden Sebastian Kölzow gelang den Weißwasseranern zwei Minuten vor der Pause die 1:0-Führung. Dieser konnte sich relativ unbedrängt vor der Strafraumgrenze seine Schussposition aussuchen, den Ball auf den richtigen Fuß legen und flach abziehen. Der Wunsch, mit dem Vorsprung in die Pause zu gehen, wurde 20 Sekunden vor Abpfiff zunichte gemacht. Nach einer Ecke löste sich Felix Herrmann von seinem Gegenspieler, lief zentral in den Strafraum und köpfte platziert zum 1:1 ein.

Nun lag die Hoffnung der zahlreichen Zuschauer auf der zweiten Hälfte. Zunächst sah es auch so aus, als ob die Pausenansprache des VfB-Trainers Früchte trug. Nach Doppelpass mit Axel Buder landete Sebastian Kölzows Schuss an der Latte. Dass danach jedoch noch immer das Feuer im VfB-Spiel fehlte, störte Trainer André Fritsche doch mächtig und er zog die Option eines Doppelwechsels in der 63. Minute. Welch glückliches Händchen er dabei bewies, zeigte sich wenig später: Im Zusammenspiel zwischen Alexander Ullrich und Johann Fischer erzielte letzterer in der 66. Minute die 2:1-Führung.

Trotzdem blieb die anfällige Abwehr der Gastgeber das Sorgenkind, denn nun rollten die Konter der SG Blau-Weiß. Die eigene Umständlichkeit oder aber auch das lange Bein in letzter Sekunde verhinderten den erneuten Ausgleich. Als die Kräfte der Gäste dann doch deutlicher nachließen, legten die Platzbesitzer nach. Alexander Ullrich erzielte in der 84. Minute in seinem ersten Pflichtspiel für den VfB auch seinen ersten Treffer. Vorausgegangen war ein Doppelpass zwischen Kölzow und Fischer, wobei letzterer dem Torschützen auflegte. Und mit einem weiteren sensationellen Tor in Eigenregie beendete Sebastian Kölzow die Trefferfolge beim zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel. Er dribbelte sich an drei Abwehrspielern vorbei und ließ auch noch Schlussmann Burkhardt aussteigen, so dass er in der 87. Minute freie Schussbahn hatte und den Endstand von 4:1 herstellte.

SR: Thomas Hayn (Energie Görlitz). Tore: 1:0 Sebastian Kölzow (43.), 1:1 Felix Herrmann (45.), 2:1 Johann Fischer (66.), 3:1 Alexander Ullrich (84.), 4:1 Sebastian Kölzow (87.). Z: 230.

VfB Weißwasser 1909: Steven Knobel - Alex Frühauf, Axel Buder, Florian Franke, Robert Bens, Robert Balko, Tom Wiesner (17. Felix Brückner), Toni Seeber, Ben Pohling (63. Alexander Ullrich), Stefan Beil (63. Johann Fischer), Sebastian Kölzow.