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Erfolgsserie der Turnerheimer ist gerissen

Hier lieferten sich Rocco Klug (l.) und Christopher Robel einen rassigen Zweikampf.
Hier lieferten sich Rocco Klug (l.) und Christopher Robel einen rassigen Zweikampf. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Kreisoberliga. Trotz einer deutlichen spielerischen Leistungssteigerung gegenüber der Hinrundenpartie sind die Kicker vom Turnerheim ohne Punkte nach Hause gefahren. Dabei sah es gar nicht so schlecht aus. Niemand von den Gastgebern hätte sich über eine Punkteteilung wundern müssen. Birgit Husgen / bls1

Bei herrlichstem Fußballwetter starteten die Kicker in eine umkämpfte erste Hälfte. Ein Freistoß von Martin Prochazka von der linken Seite konnte durch eine Kopfballabwehr im VfB-Zentrum zu Beginn der Partie entschärft werden. Ab der 10. Minute drängte der SV Trebendorf etwas energischer in Richtung des Knobel-Kastens. Ein langer Ball von der Außenbahn erreichte Rocco Klug, der diesen über den Gästeschlussmann als auch auf das Tornetz beförderte. Einige Fehlpässe aufseiten des VfB begünstigten den Lauf der Gastgeber.

In der 17. Minute hatten die Turnerheim-Kicker nach Vorarbeit von Toni Kubisch durch Johann Fischer die erste Hundertprozentige. Doch der Ball drehte vom Tor nach links weg. Im Gegenzug rettete Steven Knobel mit einer Parade nach einem flachen Schuss von Rocco Klug, der auch den Nachschuss nicht in die Maschen bekam.

Aus einer eher ungefährlichen Situation entstand die Führung für Weißwasser. Eine hohe Vorlage von Johann Fischer verwandelte Marc Gaumer per Kopf zum 0:1. Das Leder flog in der 22. Minute immer weiter, bis es sich hinter Torwart Ronny Werner ins rechte Eck senkte.

Gleiches hatte Tomasz Skrzypczak vor, als er in der 27. Minute nach Vorarbeit von Frydlewicz und Hänel den Ball per Kopf ins Netz bringen wollte. Doch Oliver Kraatz, der in dieser Partie so manches Mal Feuerwehrmann spielte, entschärfte die Situation.

Die Platzbesitzer drängten nun auf den Ausgleich. Sie hatten durch einen Konter von Mrkvicka in der 33. und Klug in der 34. Minute, der eine Unsicherheit von Knobel nicht nutzen konnte, diese Chance.

In der 40. Minute probierte es Toni Kubisch einfach mal mit dem rechten Außenrist, aber das Leder ging knapp am Tor vorbei.

Mit den Gedanken schon in der Pause hörte der VfB in der letzten Spielminute vor der Halbzeit auf zu kicken und konzentrierte sich auf anderes Geschehen. Die Hereingabe von Frydlewicz konnte Rocco Klug relativ unbedrängt auf halb rechts annehmen und das Leder zum 1:1-Ausgleich einschieben.

Eine Aktion von Prohaska gegen das Gesicht von Gaumer nach abgeschlossenem VfB-Angriff wurde vom Schiedsrichterkollektiv überhaupt nicht wahrgenommen. Nicht nur die Gemüter auf dem Platz, auch die auf den Rängen liefen allmählich heiß. Da wäre der notwendige Führungstreffer des VfB in der 54. Minute gerade recht gekommen. Doch Ben Pohling scheiterte nach klasse Vorarbeit von Markus Radestock und Johann Fischer, indem er das Leder am Werner-Kasten vorbeischob. Auf der Gegenseite schlenzte Steven Knobel einen abgefälschten Schuss von Mrkvicka noch über das Tor. Ebenso brannte es in der 58. Minute lichterloh vor dem Weißwasseraner Schlussmann, als Tomasz Skrzypczak und Carlos Guilundo an der flachen Hereingabe von Rocco Klug vorbeirutschten.

Eine äußerst umstrittene Abseitsentscheidung gegen Ben Pohling, der allein auf Ronny Werner zulief, gab Öl ins Feuer. Dann folgte eine unübersichtliche Flut Gelber Karten, die auf Unsportlichkeiten basierten. In diesem Zusammenhang und in der Folgezeit verlor Schiri Lehnigk völlig den Spielfaden.

Letztendlich neigte sich durch eine Standardsituation die Waage zugunsten der Gastgeber. Freistoß knapp hinter der Mittellinie von Jakub Prochazka ließ Steven Knobel mit Blick gegen die Sonne prallen. Stürmer Tomasz Skrzypczak stand in der 72. Minute goldrichtig und versenkte zur 2:1-Führung. Auf der Gegenseite ließ Ronny Werner einen Freistoß von Robert Bens vor sich aufkommen und machte ihn damit gefährlich.

Zu den insgesamt zehn Gelben Karten in der zweiten Hälfte gesellte sich in der 77. Minute dann noch eine Rote gegen Carlos Guilundo, der Toni Kubisch in die Hacken trat. Der erfahrenere SV Trebendorf spielte den Vorsprung routiniert runter und ließ nichts mehr anbrennen, obwohl sich die Gäste vehement gegen die Niederlage sträubten. Der inzwischen eingewechselte Ganco Stojanov hatte zentral von der Strafraumgrenze in der 84. Minute eine Gelegenheit. Insgesamt scheiterten die Gäste erneut an der mangelnden Chancenverwertung. Der Einsatz stimmte über die gesamte Zeit. Nun müssen die Fritsche-Schützlinge am Wochenende wieder an Fahrt aufnehmen, um weiter Fortschritte in der Tabelle zu machen. Am Sonnabend begrüßt der VfB die Gäste vom FSV Kemnitz am Turnerheim.

Trebendorf: Ronny Werner, Krzsysztof Frydlewicz, Martin Prochazka, Przemyslaw Adamczak, Rocco Klug, Jakub Prochazka, Dominik Mrkvicka (70. Sandro Jacob), Mike Hänel, Christoph Berton (80. Stefan Mlinsk), Tomasz Skrzypczak (89. Thomas Nyschan), Carlos Guilundo

Weißwasser: Steven Knobel, Oliver Kraatz, Robert Balko, Robert Bens, Christopher Robel (83. Ganco Stojanov), Johann Fischer, Marc Gaumer (89. Oliver Tzschacksch), Markus Radestock, Ben Pohling, Anatolij Resch, Toni Kubisch