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Endstation Achtelfinale: Traum vom großen Los ist geplatzt

Eisenhüttenstadt. Der Traum vom großen Los ist geplatzt. Blau-Weiß Vetschau musste im Achtelfinale des Landespokals die Segel streichen und scheiterte binnen zwei Wochen zweimal am gleichen Gegner. mst

Das Team von Trainer Jörg Handrick unterlag in Eisenhüttenstadt mit 2:5.

Die Spreewälder starteten wie in der Vorwoche sehr schlecht ins Spiel. Dabei musste der Gegner nur abwarten und Danke sagen. Nach einem krassen Abwehrschnitzer im Spielaufbau gewann Hüttes Kapitän Christian Wulff den Ball und hob ihn aus 30 Meter ins Tor (4.). Das gesamte Vetschauer Kollektiv befand sich ihm Tiefschlaf und die Hausherren wussten aus wenigen Chancen viel zu machen. Erneut wurde der Ball Wulff am Strafraum direkt in den Fuß gespielt, welcher nur noch einzuschieben brauchte. Damit war das Spiel aus Sicht der Gäste so gut wie gelaufen. Hängende Köpfe und destruktive Spielweise zeigten, dass sich die Mannschaft momentan im absoluten Tief befindet. Vor der Pause fingen sich die Gäste noch die dritte Kirsche ein. Dabei gab es wieder das gleiche Bild: Vetschau versuchte sich spielerisch zu lösen, verlor den Ball in der eigenen Hälfte und Dynamo bestrafte dies eiskalt durch Steven Frühauf (44.). Böse Zungen sprachen schon vom ersten Spieltag, als Vetschau nach einem 0:3-Halbzeit-Rückstand am Ende mit 0:8 banden ging.

Das Übel sollte seinen Lauf nehmen. Nachdem ein Freistoß in der Mauer hängen geblieben war, schaltete Christian Grätz am schnellsten und vollendete zum 4:0 (52.). Nur zehn Minuten später sollte sich das Spiel doch noch zum echten Pokalfight entwickeln. Nach einem Handspiel der Gastgeber im Strafraum zeigte der Schiedsrichter auf dem Punkte. Doch Sven Konzack scheiterte kläglich - ein rabenschwarzer Tag des Spielmachers der Blau-Weißen. Kurz darauf überschlugen sich die Ereignisse. Torwart Grummt schlug Eduard Gutar mit der Faust nieder und musste vom Feld. Der Anschlusstreffer vom fälligen Freistoß (69.) und ein erneuter Elfmeter (79.) brachten Vetschau auf 4:2 heran, sorgten aber nicht mehr für ein Wunder. Die Lebensversicherung der Dynamos, Christian Wulff, traf mit einem perfekt getretenen Freistoß zum 5:2-Endstand (81.).

"Momentan ist bei uns der Wurm drin. Die Mannschaft hat so viel Potenzial, aber sie bekommt es einfach nicht auf den Rasen. Am schlimmsten ist jedoch die Einstellung. Wir sind von einem Fanbus begleitet worden und unsere Zuschauer haben uns permanent angefeuert, da dürfen wir uns nicht so verkaufen", ärgerte sich Vetschaus Trainer Jörg Handrick.

Vetschau: Robert Liebe, Maik Tributh, Martin Böttcher, Nico Lehmann, Max-Richard Köhler (83. Nico Fliegel), Sven Konzack, Tobias Jäkel, Tom Schulze (46. Kurt Raschick), Pascal Lehmann, Oliver Bossing, Eduard Gutar.

SR: Robert Nitz (Seelow). Tore: 1:0, 2:0 Christian Wulff (4., 23.); 3:0 Steven Frühauf (44.); 4:0 Christian Grätz (53.); 4:1 Sven Konzack (69.); 4:2 Martin Böttcher (79.); 5:2 Christian Wulff (81.). Rot: 69. Sebastian Grummt (Eisenhüttenstadt/Tätlichkeit). Bes. Vork.: 68. verschossener Elfmeter von Sven Konzack (Vetschau). Z: 115.