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Eintracht kassiert im Kellerduell eine ganz bittere Auswärtspleite

Chemnitz. Das dritte Auswärtsspiel der Saison war für die Nieskyer Mannschaft um Trainer Gerd Seifert von enormer Brisanz geprägt, da Gastgeber Chemnitz mit bis dahin nur einem Punkt in der Tabelle hinter der Eintracht stand. Somit stand viel auf dem Spiel für die Gäste – und umso mehr schmerzte nach dem Schlusspfiff das Resultat. joh1

Dabei begann die Eintracht gut. Der FC bestimmte das Spiel und den Gegner besonders in den ersten 20 Minuten. Über das schnelle Außenaufbauspiel mit präzisen Flanken hatte Bogumil Jablonski bereits in der 7. Minute eine gute Kopfballchance, doch der Ball flog knapp am Rapid-Kasten vorbei. Auch die Nieskyer Versuche durch Wojciech Okinczyk (14.) oder Marc Höher (17.) verfehlten ihr Ziel knapp. Das verdiente Führungstor wollte einfach nicht gelingen.

Chemnitz fand schließlich nach reichlich 25 Minuten besonders über Eintrachts linke Abwehrseite besser ins Spiel. Dort hatte Artur Janus einen schweren Stand, aber auch im Zentrum waren die Chemnitzer gefährlich mit ihren robusten Stürmern. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von FV-Kapitän Jens Garbe bildeten David Preuß und Aron Ritter die Nieskyer Innenverteidigung, die immer mehr Probleme hatte.

Eine klare Chance der Chemnitzer war noch nicht zu sehen, doch dann sollte die Zeit ihrer Standards kommen. Nach einem abgewehrten Eckball jagte Marold mit Volleyschuss den Ball zentral aus 18 Metern in den Nieskyer Kasten zum 1:0 (32.).

Und es kam noch schlimmer: Nach einem Chemnitzer Freistoß in der 40. Minute konnte David Preuß den Ball nicht konsequent herausschlagen. Jedinak erkannte die Situation blitzschnell und Niesky lag mit 0:2 zurück.

Auch in der zweiten Halbzeit kamen die Nieskyer engagiert aus der Kabine mit reichlich Druck auf das Chemnitzer Tor. Diesmal sollte die Mühe auch belohnt werden. Der Anschlusstreffer per Kopfball durch Bogumil Jablonski fiel in der 54. Minute nach einem Eckball. Dies machte Mut, da Niesky nun mit aller Macht auf den Ausgleich drängte, die zahlreichen Chancen jedoch nicht zu Zählbarem verwandelte. Dann kam es, wie es meist bei solchen Spielständen kommt: Einen schnellen Konter der Chemnitzer schloss Vettermann in der 70. Minute mit dem 3:1 ab.

Die Eintracht kämpfte dennoch verbissen weiter. Belohnt wurde dies mit einem straffen 20-Meter-Schuss von Armand Degoue Legoue zum 2:3-Anschluss (82.). Danach berannten die Nieskyer das Rapid-Tor stürmisch, doch der Ausgleich sollte einfach nicht gelingen. Das Eintracht-Problem mit der Chancenverwertung bleibt bestehen.

EINTRACHT NIESKY: Daniel Höher, Daniel Schlegel (67. Tobias Wittek), Aron Ritter, Armand Degoue Legoue, David Preuß, Paul Lehmann (73. Martin Hilbrich), Bogumil Jablonski (GK), Artur Janus (GK), Lukasz Szynke, Wojchiech Okonczyk, Marc Höher (GK/54. Johannes Kliemt).

SR: Marcel Böhmer (Zschopau). Tore: 1:0 Marold (32.), 2:0 Jedinak (40.), 2:1 Bogumil Jablonski (54.), 3:1 Vettermann (70.), 3:2 Armand Degoue Legoue (82.). Z: 134.