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HSV setzt auf Kontinuität
Bruchhagen bleibt bis 2019 Vorstandschef beim Hambnurger SV

Heribert Bruchhagen ist der Vorstandsvorsitzende des HSV. Foto: Daniel Reinhardt
Heribert Bruchhagen ist der Vorstandsvorsitzende des HSV. Foto: Daniel Reinhardt FOTO: Daniel Reinhardt
Hamburg. Heribert Bruchhagen bleibt laut „Bild“-Informationen bis 2019 Vorstandschef beim Hamburger SV. Von Thomas Prüfer, dpa

Heribert Bruchhagen bleibt wie erwartet auch in der kommenden Spielzeit der starke Mann beim Hamburger SV.

Der norddeutsche Fußball-Bundesligist teilte mit, dass der Aufsichtsrat und der Vorstandsvorsitzende der HSV Fußball AG sich auf eine Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2019 geeinigt haben. „Wir setzen auf Kontinuität und vertrauen Heribert Bruchhagen, dass er die anstehenden Aufgaben genauso angehen und erfolgreich bewältigen wird wie schon die Herausforderungen bei seinem Amtsantritt“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas C. Peters.

Bruchhagen hatte vor fast genau einem Jahr am 22. Dezember den abberufenen Dietmar Beiersdorfer als Vorstandschef abgelöst. Der größte Erfolg des erfahrenen 69-Jährigen bestand darin, dass er weitgehend für Ruhe beim wirtschaftlich und sportlich angeschlagenen Club sorgte, der dann auf direktem Weg den Klassenverbleib schaffte. Den strebt er nun erneut an. „Wir befinden uns in einer sportlich ernsten Lage und werden uns im ersten Halbjahr 2018 wie schon im Vorjahr voll auf den Klassenerhalt fokussieren. Ich habe volles Vertrauen, dass wir dieses Ziel gemeinsam erreichen werden.“

Bruchhagen hatte zuvor in der „Sport Bild“ bekräftigt, seine Arbeit beim HSV fortsetzen zu wollen. „Es geht nicht um ein Vertragswerk, sondern um das Gefühl, ob etwas gewollt ist. Ich denke, dass Kontinuität angebracht ist“, betonte Bruchhagen, der vor seiner HSV-Zeit Vorstandschef beim Ligarivalen Eintracht Frankfurt war.

Auch ein Jahr nach seiner Amtsübernahme muss er sich beim HSV jedoch einer kritischen Lage stellen - sportlich wie finanziell. Denn die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol überwintert als 17. auf einem direkten Abstiegsplatz. Und auch wirtschaftlich ist der Verein - was auch der sportlichen Krise geschuldet ist - nicht vorangekommen.

Im Gegenteil. Die Verbindlichkeiten der HSV Fußball AG belaufen sich auf 105,5 Millionen Euro und haben einen Höchststand erreicht, nachdem das abgelaufene Geschäftsjahr ein dickes Minus von 13,4 Millionen Euro erbrachte. Bruchhagen erwartet hier aber eine Konsolidierung. „Unsere Planung sieht vor, dass wir dieses Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis abschließen. Das können wir schaffen.“

Das wird allerdings schwierig, wenn der HSV im Winter wie erwartet noch einmal personell nachbessert. So komme man bei der von Gisdol gewünschten Verstärkung im zentralen Mittelfeld schnell „in eine für uns schwierige Größenordnung“, wie Bruchhagen einräumte. Man müsse zwischen dem wirtschaftlichen Ziel und der sportlichen Notwendigkeit abwägen. Klar sei aber: „Der Klassenerhalt steht über allem.“ Doch auch beim Abstieg würde er weitermachen. „Ich würde mich niemals der Verantwortung entziehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass es gut für den HSV ist.“ An dieses Schreckensszenario glaubt er aber nicht. „Ich sehe, dass unsere Mannschaft gefestigter ist als vor einem Jahr.“

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