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Briesen glättet den Spannungsbogen im Rennen um die Meisterschaft

KREISOBERLIGA. TSV Groß Kölzig – SV Leuthen/Oßnig 0:0. "Ich würde mir solche Spiele viel öfter wünschen", sagte TSV-Trainer René Grote nach dem Abpfiff. Doch nicht etwa weil die beiden harmlosesten Mannschaften der Liga hier ein Feuerwerk abbrannten, sondern weil es trotz der tabellarischen Brisanz zu jeder Zeit absolut fair und ruhig zuging. Steven Wiesner

Dennoch war es symptomatisch, dass die Partie der beiden Kellerkinder ohne ein einziges Tor zu Ende ging. "Das ist letztlich für beide zu wenig", wusste auch Grote. Seine Schützlinge warten auch nach dem elften Anlauf weiter auf den ersten Heimsieg. Im Kalenderjahr 2015 war es für Groß Kölzig erst der zweite Punktgewinn.

VfB Krieschow II - Viktoria Cottbus 0:1 (0:1). In Krieschow boten beide Formationen eine ansprechende Paarung, in der die Landesliga-Reserve des VfB nach dem Rückstand mehr Druck entwickelte und überlegen war. Etwa 20 Minuten vor Ende der Partie wurde den Hausherren ein Tor aberkannt, nachdem FSV-Keeper Behrendt regelwidrig an seiner Arbeit gehindert worden sein soll. Zum zweiten Mal hintereinander spielte dieser dadurch zu Null. Viktoria-Trainer Böhm freute sich ironisch: "Das hat es bei Viktoria zehn Jahre lang nicht mehr gegeben." Auf der Gegenseite im Übrigen hütete mit dem 18-jährigen Krassow ein Jungspund das Tor, der einen ordentlichen Eindruck machte.

SG Sielow - Wacker Ströbitz II 1:4 (0:1). In der Sielower Berggasse waren keine 20 Sekunden gespielt, da musste Schiedsrichter Schmidtke schon den zweiten Anstoß der Partie ausführen lassen. Die Kleemann-Schützlinge hatten sich vom Anstoß weg überrollen lassen und das denkbar frühe 0:1 kassiert. Wacker II war auch in der Folge geistesgegenwärtiger und lag nach einem 40-Meter-Freistoß von Mellack bald mit 2:0 in Front. Der Platzverweis für Sielows Knüpfer (65.) war dann so etwas wie der Knackpunkt, von dem sich die Schwarz-Gelben nicht mehr erholen konnten. Das Team von Marko Mrosek derweil ist nun nach sechs Siegen aus sieben Spielen gemeinsam mit Spitzenreiter Döbern bestes Rückrunden-Team der Liga.

Motor Saspow - SV Guhrow 0:2 (0:2). Es bleibt dabei: Saspow bekommt die Balance zwischen Pokal und Liga einfach nicht hin. Eine Woche nach dem Einzug ins Kreispokal-Finale gab es den nächsten Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Nach Wiederbeginn und drei personellen Veränderungen zur Pause war es zwar ein Spiel auf ein Tor. Saspow arbeitete sich aber kaum zwingende Möglichkeiten heraus.

BW Schorbus - SV Döbern 1:2 (1:1). Schorbus hat "richtig gut gefightet" (BW-Trainer Ronny Richter) und hätte gegen den Klassenprimus sogar beinahe etwas Zählbares eingefahren. Zehn Minuten vor dem Ende aber machte Januszewski etwaige Schorbuser Hoffnungen auf ein Remis zunichte. Zuvor hatte Johann Mrosk einen Freistoß verwandelt und Straub nach Zuspiel von Geppert zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen.

Fichte Kunersdorf - BSV Guben Nord II 2:1 (1:1). "Manchmal weiß man selber nicht, warum man gewinnt", scherzte Fichte-Trainer Michael Braun. Die Seinen verdienten sich nach dem dritten Eigentor in dieser Saison von Kapitän Musäus zwar den Ausgleich, kamen danach aber nicht mehr mit den Gubenern zurecht. Beim Siegtor in der Schlussminute durch Doppeltorschütze B. Golz war eine Menge Zufall im Spiel.

SG Briesen/Dissen - Spremberger SV 2:0 (2:0). Briesen hat sich nicht nur drei Punkte, sondern wahrscheinlich auch eine Grußkarte aus Döbern gesichert. Mit einer kompakten Ausrichtung, zwei Kontertoren und einem überragenden Lauck im Tor wurde dem SSV die erste Niederlage im neuen Jahr zugefügt und der Spannungsbogen im Titelrennen wieder klein gehalten. "Unser Torhüter hat einen Sahnetag erwischt", benannte SG-Coach Kierstan einen Faktor für den Sieg. Martin Weller bereitete beide Treffer vor und Duong nahm Torjäger Jäckel aus dem Spiel.