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| 02:36 Uhr

Beim BSV Guben Nord geht der Trainer spielend voran

Gubens Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich
Gubens Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich FOTO: Steffen Beyer/sby1
Guben. Unerwartet mit personellen Baustellen konfrontiert, taten sich die Breesener zunächst recht schwer. Zwischenzeitlich abgerutscht auf den letzten Platz, kämpften sie sich erst spät zurück auf einen versöhnlichen Mittelfeldplatz. Roland Scheumeister/rsm1

Gleich am ersten Spieltag wurde der Vizemeister der Vorsaison auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Beim Außenseiter Eisenhüttenstadt ließ man sich den Schneid abkaufen und verlor prompt. Zwei weitere Niederlagen machten den Fehlstart komplett. Auch der erste Sieg, ein 4:2 über den Abstiegskandidaten Miersdorf, erwies sich als Eintagsfliege. So fand sich die Truppe mit nur sechs Zählern, davon drei vom Sportgericht für den von Falkensee verursachten Spielausfall, nach acht Runden im Tabellenkeller wieder.

Bei vielen Vereinen hätte diese Situation schon eine Trainerdiskussion ausgelöst. Doch die BSV- Führung blieb besonnen. Denn die Ursachen waren erkennbar. Unerwartet erbaten sich Christian Schulz und Daniel Anton eine Auszeit. Mariusz Karpinski fehlte verletzungsbedingt. Somit brach dem Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich, den Abgang Haufs mitgerechnet, eine komplette Viererkette weg, zudem musste auch Flügelflitzer Domenik Mönnich verletzt passen.

Da auch einige Akteure nicht an ihre Vorjahresform anknüpfen konnten, andere wegen beruflicher Überschneidungen fehlten, war das Trainertrio zu ständiger Improvisation gezwungen. Es gab kaum Alternativen.

Dass die Mannschaft in der Sommerpause das Fußballspielen dennoch nicht verlernt hatte, beweist die Tatsache, dass die sechs Niederlagen durchweg mit nur einem Tor Unterschied hingenommen werden mussten. Es lag auf der Hand, dass es dem Team in erster Linie an Durchschlagskraft mangelte und an Spielern vom Schlage eines René Neumann, die ein Spiel entscheiden können. Der einstige Torgarant fungiert jetzt als Co-Trainer.

Von dieser Erkenntnis getrieben, stellte Spielertrainer Franz-Aaron Ullrich die Mannschaft auf mehreren Positionen um und stellte sich, obwohl von Hause aus Abwehrspieler, selbst als Angriffsspieler, der keinem Zweikampf aus dem Wege geht, zur Verfügung. Die Umstellungen fruchteten schnell und es folgte eine kleine Serie mit vier Siegen, welche den einstelligen Tabellenplatz zur Winterpause und ein kleines Polster für die mit Sicherheit schwierige Rückrunde sicherte. Ullrich ging dabei in vorbildlicher Weise voran und ist nicht zufällig mit fünf Toren aktuell bester Torschütze der Gubener.