ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:31 Uhr

Liverpools Trainer
Begnadeter Motivator: Klopps magische Fußball-Nächte

 Atmet Fußball: Liverpools Trainer Jürgen Klopp weiß bei seinen Spielern die besten Fähigkeiten hervorzuzaubern. Foto: Owen Humpphreys/PA Wire
Atmet Fußball: Liverpools Trainer Jürgen Klopp weiß bei seinen Spielern die besten Fähigkeiten hervorzuzaubern. Foto: Owen Humpphreys/PA Wire
Liverpool. Jürgen Klopp gilt nicht erst seit dem famosen 4:0 des FC Liverpool über den FC Barcelona im Halbfinal-Rückspiel der Champions League als begnadeter Motivator. dpa

Die Deutsche Presse-Agentur erinnert an weitere magische europäische Fußball-Nächte unter der Regie des Deutschen.

Borussia Dortmund - FC Malaga 3:2, 9. April 2013

Das Aus im Viertelfinale der Champions League war eigentlich besiegelt. Schließlich lag der BVB gegen den FC Malaga noch in der 90. Minute mit 1:2 (Hinspiel: 0:0) zurück. Dann schlugen Marco Reus und Felipe Santana in der vier Minuten dauernden Nachspielzeit zu und verwandelten das Dortmunder Stadion in ein Tollhaus. „Dieses Spiel war eine Explosion der Gefühle, das wird in die Geschichtsbücher eingehen“, kommentierte Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan das „Wunder von Dortmund“. Zwei Wochen später nahm das Klopp-Team mit einem unvergessenen 4:1 über Real Madrid Kurs auf das Finale. Das 0:2 im Rückspiel war verschmerzbar.

FC Liverpool - Borussia Dortmund 4:3, 14. April 2016

Für den einstigen Klopp-Club Dortmund schien der Einzug in das Halbfinale der Europa League zum Greifen nahe. Doch selbst als Marco Reus in der 57. Minute zum 3:1 für den Bundesligisten (Hinspiel 0:0) traf, ging der Glaube beim Gegner an eine Wende nicht verloren. Inspiriert durch die einzigartige Stimmung im Stadion an der Anfield Road, erweckte Torschütze Philippe Coutinho die „Reds“ nur neun Minuten später zu neuem Leben. Mamadou Sakho (78.) und Dejan Lovren (90.+1) sorgten für die vielumjubelte Wende. „Brillant, überragend, wundervoll, unglaublich“, schwärmte Liverpool-Coach Klopp, „jeder hat geahnt, hier passiert noch etwas, man konnte es fühlen, man konnte es schmecken.“

Borussia Dortmund - Real Madrid 2:0, 8. April 2014

Auch ohne Happy End taugt diese Partie als Musterbeispiel für Klopps Motivationskünste. Niemand räumte dem BVB nach dem 0:3 im Hinspiel beim späteren Titelgewinner Real Madrid noch Chancen auf den Einzug in das Halbfinale der Champions League ein. Die überraschende Aufstellung des Trainers mit Milos Jojic und Oliver Kirch in der Mittelfeldzentrale werteten viele Beobachter als vorzeitige Kapitulation. Doch die vermeintliche B-Elf des BVB führte nach zwei Treffern von Marco Reus (24./37.) schon früh mit 2:0. Nur das fehlende Glück bei zwei Großchancen von Henrich Mchitarjan (65./68.) verhinderte die Sensation. „Unter einer Million Möglichkeiten auszuscheiden, war das die beste“, befand Klopp. Noch eine Viertelstunde nach dem Schlusspfiff applaudierten tausende Stadionbesucher hingerissen.

Vereinschronik auf BVB-Homepage