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Ausgleich in den Schluss-Sekunden

Landesklasse. Der SV Großrä-schen hat sich beim heimstarken TSV Schlieben ein 3:3-Unentschieden erkämpft. Ingo Lüdeke

Lange Zeit sah es sogar nach einem weiteren Auswärtssieg aus, aber ein Gegentor praktisch mit dem Schlusspfiff zerstörte diese Hoffnung.

Die Gastgeber begannen wie die Feuerwehr und gingen bereits nach sieben Minuten per direkt verwandeltem Freistoß durch Drößigk in Führung. Die Antwort der Gäste folgte prompt. Stefan Klotz scheiterte jedoch nach Querpass von Alexander Hartmann am Schliebener Torwart. Die Großräschener wurden nun aktiver und konnten sich eine Reihe von Chancen erarbeiten.

Aber erst kurz vor der Pause kam Zählbares heraus. Zunächst köpfte Stefan Klotz in der 39. Minute einen Freistoß von Markus Riedel zum Ausgleich in die Maschen. Drei Minuten später das gleiche Schema: Dieses Mal war Ingo Paulick der Nutznießer und verwandelte zum 2:1. In der 44. Minute setzte sich schließlich Markus Riedel stark gegen die Schliebener Abwehr durch und erhöhte auf 3:1, was auch gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

In der zweiten Halbzeit wurde der Druck der Gastgeber größer. Bereits in der 49. Minute musste Kevin Skrzypczak im Großrä-schener Tor, der zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz im Landesklassen-Team kam, sein ganzes Können aufbieten, um die Torchance der Hausherren zu vereiteln. Anschließend schafften es die Großräschener aber wieder besser, den Druck des TSV Schlieben abzumildern. So neutralisierten sich in der Folgezeit beide Mannschaften auf ansprechendem Spielniveau.

Gegen Ende der Partie nahm dann die Dramaturgie aber wieder zu. In der 83. Minute hatte Alexander Hartmann die endgültige Entscheidung auf dem Fuß. Geschickt überlief er die Schliebener Abwehr und steuerte allein in Richtung des gegnerischen Tores. Leider ging der Abschluss daneben.

Zwei Minuten später verkürzten die Hausherren durch Dehne auf 2:3. Als der Schiedsrichter drei Minuten Nachspielzeit anzeigte und diese längst um war, bekamen die Gastgeber noch einen letzten Einwurf zugesprochen, den Knuppe per Direktabnahme in der 95. Minute ins Großräschener Netz schoss. Somit muss man auf Großräschener Seite doch von zwei verschenkten Punkten sprechen. Eine Leistungssteigerung nach den zuletzt vergeigten Auftritten war aber allemal zu sehen und lässt positiv auf die letzten Saisonspiele hoffen.