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| 16:01 Uhr

Supendierungen, Verbote und viel Training
Kellerkinder rüsten sich für den Schlusspurt

Der Abstiegskampf geht in die heiße Phase: Hamburg, Köln, Mainz und Wolfsburg haben in der Länderspielpause noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt und hoffen auf einen erfolgreichen Endspurt.

Der Abstiegskampf geht in die heiße Phase: Hamburg, Köln, Mainz und Wolfsburg haben in der Länderspielpause noch einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt und hoffen auf einen erfolgreichen Endspurt.

Die nächste Suspendierung beim Hamburger SV, ein Instagram-Verbot für die Profis von Mainz 05 und ein kräftiger Tritt auf die Euphoriebremse beim 1. FC Köln: Die Länderspielpause bot den Abstiegskandidaten der Fußball-Bundesliga die letzte Chance für größere Veränderungen vor dem nervenaufreibenden Schlussspurt. Und vor allem der HSV griff mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal hart durch.

HSV verbannt Mergim Mavraj in die U21

Trainer Christian Titz (46) mistet den Kader des dauerkriselnden Bundesliga-Dinos mit eisernem Besen aus. Nach Mittelfeldspieler Walace muss ab sofort auch Innenverteidiger Mergim Mavraj (31) bei der U21 trainieren. Dies wurde dem albanischen Nationalspieler von Titz, Interims-Sportchef Thomas von Heesen und Bernhard Peters, Direktor Sport, mitgeteilt.

"Das Trainerteam hat sich aus sportlichen Erwägungen dazu entschieden, ab heute auf Mergim Mavraj zu verzichten. Wir haben ihn daher angewiesen, bis auf Weiteres in der U21 am Training teilzunehmen", sagte Peters. Dorthin wurde auch bereits der Brasilianer Walace aus disziplinarischen Gründen abgeschoben. Mit einem nicht abgesprochenen Mailand-Trip sorgte der 22-Jährige nun erneut für Negativschlagzeilen. Es herrscht weiter Unruhe beim HSV, der angesichts von sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsrang im Duell beim VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zum Siegen verdammt ist.

16. ist aktuell der FSV Mainz 05 und damit in einer deutlich besseren Ausgangsposition als die Hanseaten. Doch die Stimmung ist auch in Rheinhessen vor dem Duell am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen Borussia Mönchengladbach stark angespannt. Trainer Sandro Schwarz griff ebenfalls zu außergewöhnlichen Maßnahmen - unter anderem führte er ein Instagram-Verbot für sein strauchelndes Team ein. "Dinge in unserem Alltag" sollen sich verändern, sagte Schwarz der Bild-Zeitung: "Der Weg ist, bewusster miteinander zu leben. Das ist die Überschrift." Zudem kündigte der 39-Jährige an, in den kommenden Wochen auch Kurzzeit-Trainingslager als Option in Erwägung zu ziehen.

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck muss die Euphorie schon wieder bremsen

Darauf griff auch Bruno Labbadia in der Vergangenheit immer wieder als HSV-Trainer zurück. Doch beim VfL Wolfsburg, aktuell nur dank der besseren Tordifferenz 15., sieht er bislang weiter eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre auf dem heimischen Trainingsplatz. Ein 3:0-Testspielsieg gegen den Zweitligisten Union Berlin bestätigte den Coach im Gefühl, spielerisch voranzukommen. Nun soll sich dies am Samstag (20.30 Uhr/Eurosport Player) gegen Hertha BSC auch endlich in Punkten ausdrücken.

Die größte Entwicklung der Kellerkinder seit der Winterpause hat zweifelsohne der 1. FC Köln genommen. In der Rückrundentabelle sind die Rheinländer Neunter, der Rückstand auf Mainz und Wolfsburg beträgt nur noch fünf Punkte. Für Trainer Stefan Ruthenbeck herrschte nach dem 2:0 im Derby gegen Bayer Leverkusen aber etwas zu viel gute Laune. Die Stimmung sei ihm "im Moment ein bisschen zu euphorisch", sagte der 45-Jährige: "Es bleibt ein Wunder, wenn wir es schaffen sollten."

Gegen großen Jubel nach dem Duell am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Hoffenheim hat Ruthenbeck aber nichts.

(sid)