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| 10:16 Uhr

Heimspiel gegen Schalke
Köln kämpft um letzte Chance und will sich wehren

Köln. Der 1. FC Köln hofft am heutigen Sonntag auf den ersten Schritt für ein Wunder. Doch Gegner Schalke will nach dem bitteren Pokal-Aus schnellstmöglich in die Champions League.

Aufgeben gilt nicht, das steht für Stefan Ruthenbeck längst fest. Der Rückstand riesig? Die kommenden Aufgaben enorm? Der Noch-Trainer des Bundesliga-Schlusslichts 1. FC Köln hat die Hoffnungen auf den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben, auch wenn eigentlich alles gegen den Klub aus der Domstadt spricht. "Wir wollen noch einmal konkurrenzfähig sein und da sein, wenn der Gegner schwächelt - und vielleicht für eine Überraschung sorgen", sagte der FC-Coach vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 am Sonntag (18.00 Uhr/Sky).

Klar ist: Gegen Schalke, immerhin heißer Anwärter auf einen Platz in der Champions League, hilft den Kölnern im vorletzten Heimspiel der Saison nur ein Sieg. "Fakt ist: Wir sind noch nicht abgestiegen. Wir werden um die letzte Möglichkeit kämpfen. Aufgeben gibt es nicht. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr, sehr gering ist", sagt Ruthenbeck und verspricht den Fans: "Wir werden uns wehren und alles dafür tun, das Spiel für uns zu entscheiden."

Doch das wird schwer. Drei der letzten sechs Heimspiele verloren die Geißböcke, Schalke dagegen gewann sieben der letzten acht Ligapartien. Ruthenbecks Respekt ist daher groß. "Schalke hat einen guten Kader. Deswegen überrascht es nicht, dass sie so weit vorne sind. Sie gehören zu den Top fünf in Deutschland. Mit der Art und Weise, wie sie Fußball spielen und wie sie verteidigen, gehören sie nach dort oben", sagte der 46-Jährige.

Köln für Neustart gewappnet

Am Ende weiß auch Ruthenbeck: Den sechsten Abstieg der Vereinsgeschichte kann eigentlich nur noch ein Wunder verhindern. Gut möglich sogar, dass selbst vier Siege am Ende nicht reichen. Und das nur ein Jahr nach der umjubelten Rückkehr in den Europapokal.

Immerhin: Die Kölner sind bereits gewappnet, die Führungsriege für den Neustart steht. Mit Trainer Markus Anfang, der Ruthenbeck zur neuen Saison ablöst, wurde auch der letzte fehlende Baustein gefunden. Manager Armin Veh ist bereits seit Dezember im Amt, nachdem Jörg Schmadtke seinen Vertrag aufgelöst hatte.

Auf Schalke sind die Blicke nach dem bitteren Aus im Pokal-Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt (0:1) derweil voll auf die Champions League gerichtet. "Wie haben die Köpfe wieder oben und werden in Köln Gas geben", versprach Trainer Domenico Tedesco, warnte aber auch: "Es wird keine einfache Partie. Die Kölner haben schon oft gezeigt, dass sie sich noch nicht aufgeben haben. Vor wenigen Wochen haben sie zum Beispiel Leverkusen zu Hause geschlagen."

Tief im Abstiegskampf steckt derweil auch der FSV Mainz 05, der bereits ab 15.30 Uhr (Sky) beim FC Augsburg zu Gast ist. Die Hoffnungen ruhen dabei auf Pablo de Blasis, der mit drei Treffern in den letzten beiden Begegnungen für den Gewinn von immerhin vier Zählern sorgte.

(sid)