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Kommentar
FC Bayern hat eine neue Achillesferse

Exklusiv Probleme passen nicht ins Selbstverständnis des FC Bayern. Schon gar keine hausgemachten, denn die signalisieren ja, dass Verantwortliche ihre Arbeit nicht gut genug gemacht haben. Und nicht gut genug ist in der Regel eben zu schlecht für den Rekordmeister. Nun ist das größte hausgemachte Problem der Bayern noch ein Stück größer geworden: die Frage, wer in der kommenden Saison ihr Trainer ist. Thomas Tuchel wird es nicht, denn der soll in München abgesagt haben, weil er bereits bei einem internationalen Top-Klub - FC Arsenal oder Paris St. Germain - zugesagt haben soll. Für die Bayern bedeutet das: Egal, welches Szenario eintritt, die Trainerpersonalie wird 2018/19 unweigerlich zur Achillesferse.

Szenario 1: Jupp Heynckes hört im Sommer auf. Dann würde jeder Nachfolger mit dem Rucksack starten, im besten Fall die 1b-Lösung zu sein. Denn die 1a-Lösung hieß ja Heynckes, das haben Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge oft genug klargemacht. Als "Don Jupp" 2013 nach dem Triple ging, folgte in Pep Guardiola der für viele beste Trainer der Welt. Ein solches Kaliber ist diesmal aber nicht in Sicht. Nur Kaliber aus der zweiten Reihe. Wie Ralph Hasenhüttl, Niko Kovac, Julian Nagelsmann oder Lucien Favre.

Szenario 2: Jupp Heynckes lässt sich doch umstimmen und hängt noch ein Jahr dran. Was auf den ersten Blick für den Klub die beste Lösung wäre, würde auf den zweiten wie das bittere Eingeständnis wirken, dass der FC Bayern ein zweites Jahr benötigt, um seinen Trainer der Zukunft zu finden. Und wie visionär erscheint ein Verein, der auf Zeit spielen muss?

Für Bayern-Fans dürfte die ungeklärte Trainerfrage daher ein Graus sein, der Rest der Liga kann immerhin die Hoffnung schöpfen, dass die Münchner auch mal wieder eine Schwäche zeigen.

(RP)