| 12:14 Uhr

Zickert droht erneut Verletzungspause: "Befürchte das Schlimmste"

Jonas Zickert (l.)
Jonas Zickert (l.) FOTO: Sven Bock/FuPa Brandenburg
Cottbus. Es wäre ein sportliches Drama - für Energie Cottbus, vor allem aber natürlich für Jonas Zickert: Dem jungen Mittelfeldspieler droht nach seiner 14-monatigen Pause wegen eines Kreuzbandrisses nun erneut ein längerer Ausfall. Vor dem Regionalliga-Spiel am Sonntag bei Germania Halberstadt gibt es beim FCE neben Zuversicht weitere Personalsorgen. Frank Noack

Das ist eine bittere Nachricht von Energie Cottbus. Jonas Zickert hat sich erneut verletzt und fällt für das Auswärtsspiel an diesem Sonntag bei Germania Halberstadt (13.30 Uhr) definitiv aus. Der 20-jährige Mittelfeldspieler klagt über muskuläre Beschwerden. Trainer Claus-Dieter Wollitz geht sogar von einem Muskelfaserriss aus, der eine mehrwöchige Zwangspause für Zickert zur Folge hätte. "Ich befürchte das Schlimmste", sagte Wollitz bei der Pressekonferenz am Freitagmittag vorbehaltlich der weiteren Untersuchungen.

Am Dienstag hatte Zickert noch den Laktattest absolviert und laut Wollitz dabei "sehr erfreuliche" Werte erreicht. Auch für das Spiel in Halberstadt wäre der Youngster eine Option im defensiven Mittelfeld gewesen, da Tim Kruse wegen der gelb-roten Karte beim 1:0-Sieg gegen den ZFC Meuselwitz am Sonntag gesperrt ist.

Dabei hatte sich Zickert nach seiner 14-monatigen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses, den er im vorletzten Spiel der Drittliga-Saison 2015/16 erlitten hatte, erst wieder ans Team rangekämpft. Wollitz: "Ein Faseriss wäre ein enormer Rückschlag."

Auch Benjamin Förster geht am Stock - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Stürmer bekam im Training einen Schlag auf das Sprunggelenk und kann sich derzeit nur an Krücken humpelnd fortbewegen. "Die erste Diagnose ist, dass zwar nichts kaputt ist, aber er hat nach wie vor Schmerzen", berichtet Wollitz.

Positiv: José-Junior Matuwila hat seine Hüftverletzung zwar auskuriert. Ob er am Sonntag schon wieder zum 18er-Kader gehört, ließ Wollitz am Freitag aber offen. Die langzeitverletzten Marcel Baude und Philipp Knechtel setzen derweil weiter ihr individuelles Aufbautraining fort und warten auf das ärztliche Signal, erste Teile des Mannschaftstrainings absolvieren zu können.

Trotz der personellen Sorgen will Energie auch beim Aufsteiger in Halberstadt seine Siegesserie fortsetzen. Cottbus führt mit fünf Siegen aus den ersten fünf Spielen die Tabelle der Regionalliga-Nordost an. "Wir sind mit viel Euphorie in die Saison gestartet, sodass jeder Spieler genügend Selbstvertrauen haben sollte. Aber wir müssen uns die Erfolge in jedem Spiel immer wieder neu erarbeiten. Es ist doch klar, dass uns jeder Gegner ein Bein stellen will", blickt Lasse Schlüter auf die Partie in Nordhausen voraus.