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Fußball
Wollitz-Wutrede gegen „Bund der Ehrlichen“

FCE-Trainer Claus-Dieter ­Wollitz ist in Rage und sagt über die Entscheidung, das Pokal-­Endspiel nicht zu verlegen: „Ich bin erschüttert.“
FCE-Trainer Claus-Dieter ­Wollitz ist in Rage und sagt über die Entscheidung, das Pokal-­Endspiel nicht zu verlegen: „Ich bin erschüttert.“ FOTO: Michael Hundt / Matthias Koch / Matthias Koch
Cottbus. Beim FCE ist man entrüstet, dass das Pokalfinale nicht verlegt wird. Der Trainer wütet gegen den Verband und Endspielgegner Babelsberg.

„Ich verspreche: Wir werden dieses Spiel gewinnen!“ Diese Kampfansage von Claus-Dieter Wollitz galt am Dienstag nicht der Reserve von Hertha BSC II. Denn obwohl sich die Cottbuser auf ihr Nachholspiel im Berliner Stadion am Wurfplatz (Mittwoch, 18 Uhr/LR-Liveticker) konzentrieren wollen, machte der Cottbuser Coach seinem Frust in Richtung Potsdam Luft.

Weil er kurz vor der Pressekonferenz vorm Regionalliga-Spiel erfahren hatte, dass der FCE-Antrag auf Verlegung des Landespokal-Finales abgelehnt worden ist, steigerte sich der 52-Jährige in eine seiner bekannten und mancherorts auch gefürchteten Wutreden. Wollitz teilte gegen den Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) aus, den er süffisant als „Bund der ehrlichen Menschen“ bezeichnete. Der hatte in einer Mitteilung erklärt, dass sich die beteiligten Vereine und der FLB „darauf verständigt“ haben, das Endspiel „aus organisatorischen, insbesondere sicherheitstechnische Aspekten nicht zu verlegen“. Für Wollitz eine Farce – weil Energie als potenzieller Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur 3. Liga einen Wettbewerbsnachteil hätte.

Das Pokalfinale findet nun am 21. Mai im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion statt. Für den 24. und 27. Mai sind die Aufstiegsspiele angesetzt. Wollitz wütete gegen den FLB: „Die Fakten will gar keiner hören. Die leben in ihrer Scheinwelt.“

Dass er zudem gegen den SV Babelsberg austeilte, kommt nicht überraschend. Die Potsdamer hatten beim Regionalliga-Duell am Sonntag bereits deutlich gemacht, dass sie Energie ziemlich wehtun wollen. Coach Almedin Civa hatte seine Elf spürbar darauf eingestellt, die Cottbuser Offensive lahmzulegen – wenn nötig auch mit harten Attacken. Das Ergebnis: Der Brasilianer Marcelo fällt nach einem laut Wollitz rot-würdigen und „brutalen Foul“ auf unbestimmte Zeit aus, auch Kevin Weidlich kann wegen einer Prellung am Mittwoch womöglich nicht auflaufen. Weil Streli Mamba (muskuläre Probleme) und Tim Kruse (Wadenverletzung) ebenfalls ausfallen, muss Wollitz umstellen.

Den Coach ärgerte vor allem aber der Gedanke, dass sich die Babelsberger einen Vorteil davon versprechen könnten, wenn am 21. gespielt wird. Weil Energie mit Rücksicht auf die Aufstiegsspiele mit angezogener Handbremse antreten könnte. Doch diesen Gefallen will der Trainer dem Gegner nicht tun. Er erklärte deutlich: „Ich verspreche: Den Pott holen wir nach Cottbus. So viel Stolz und Einstellung werden wir haben. Was danach passiert, kann ich allerdings nicht sagen.“ Der Coach verstieg sich sogar in die Aussage: „Ich werde die beste Kapelle auf den Platz schicken – mit der besten Motivation, die ich je einer Mannschaft gegeben habe.“

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spieltag_hertha_mit_livestream FOTO: LR
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aufstellung_FCE_26 FOTO: LR