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| 17:35 Uhr

Fußball
Wollitz „Wir haben uns keinen Gefallen getan“

FOTO: Frank Hammerschmidt
Cottbus. Trainer Claus-Dieter Wollitz vom FC Energie Cottbus spricht in der RUNDSCHAU über den Umgang mit dem Hauptsponsor, den Kampf um den Klassenerhalt und mögliche Neuzugänge. Von Frank Noack

2018 war auch für Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz ein bewegtes Jahr mit dem Sieg im Landespokal und dem Aufstieg in die 3. Liga. Dazu kam der Abschied von Präsident Michael Wahlich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten bei der künftigen Ausrichtung des Vereins. 2019 wird mit dem Kampf um den Klassenerhalt auf keinen Fall leichter. Zudem mahnt Wollitz nach der personellen Neuausrichtung des Vereins eine Perspektive über die Saison 2018/19 hinaus an. In der RUNDSCHAU spricht er über…

 

…den 2:0-Sieg kurz vor Weihnachten bei Hansa Rostock: „Es war eine kleine Reaktion, aber auch nicht mehr. Der Sieg war fast schon lebensnotwendig, wenn man die anderen Ergebnisse sieht. Es bleibt trotzdem ein knallharter Kampf. Nur, wenn wir diesen Kampf so annehmen wie in Rostock, können wir bestehen. Aber das muss die Grundlage sein. Wir hatten aber auch genügend Spiele, wo wir nicht als Mannschaft aufgetreten sind.“

 

…den Konflikt zwischen Ex-Präsident Michael Wahlich und der Sparkasse Spree-Neiße als Hauptsponsor: „Man hat der Mannschaft ein Alibi gegeben. Dass man sich mit dem Hauptsponsor öffentlich anlegt, ist aus meiner Sicht nicht gut. Denn das schadet dem Verein, auch bei der Suche nach neuen Sponsoren. Wenn es Differenzen gibt, muss man das intern besprechen. Wir haben uns in der Außendarstellung keinen Gefallen getan.“

 

…die Auswirkungen auf die Mannschaft: „Das war auch in der Mannschaft ein großes Thema. Keiner weiß, wie die Ausrichtung in der Saison 2019/20 sein wird. Das sind Themen, die sollte man angehen.“

 

…den Kampf um den Klassenerhalt: „Wichtig ist, dass wir die Saison mit dem Klassenerhalt abschließen. Dann muss man sehen, was passiert. Denn so macht es keinen Sinn. Wenn man Woche für Woche mit dem Rücken zur Wand steht, kann man eine Mannschaft nicht entwickeln. Das ständige Auf und Ab tut der Mannschaft und dem Verein nicht gut.“

 

…die wirtschaftliche Machbarkeit von Neuverpflichtungen in der Winterpause: „Die Situation ist so, dass es Gespräche gab. Man nähert sich an. Das ist ein wichtiges Signal. Das wichtigste Signal aus meiner Sicht wären jedoch Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und die Botschaft, dass es über den Sommer hinaus eine positive Entwicklung geben könnte. Das würde uns mehr helfen als neue Spieler.“