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Wollitz will Förster im Pokal auf die Bank verbannen: „Eigentor“

Das war's für Benjamin Förster (Nummer 23). Der Energie-Stürmer muss in der 17. Minute das Feld verlassen.
Das war's für Benjamin Förster (Nummer 23). Der Energie-Stürmer muss in der 17. Minute das Feld verlassen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der Platzverweis von Stürmer Benjamin Förster wegen einer Tätlichkeit sorgt weiter für Diskussionen bei Energie Cottbus. Trainer Claus-Dieter Wollitz ist verärgert und will den Rotsünder auch im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart auf die Bank setzen.

Trainer Claus-Dieter Wollitz konnte sich nur bedingt über den dritten Sieg im dritten Spiel freuen. Denn Energie Cottbus hat mit dem 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen Budissa Bautzen zwar seine Tabellenführung in der Fußball-Regionalliga Nordost verteidigt, aber in der hitzigen Partie auch zwei Spieler wegen eines Platzverweises verloren. Stürmer Benjamin Förster sah schon in der 17. Minute die rote Karte wegen einer Tätlichkeit, Innenverteidiger José-Junior Matuwila nach wiederholtem Foulspiel in der 77. Minute mit Gelb-Rot das Feld verlassen.

Vor allem der Platzverweis von Förster sorgt für Diskussionen. Dem Stürmer droht nach seiner Tätlichkeit gegen den Bautzener Tony Schmidt eine mehrwöchige Sperre für die Regionalliga. Doch es könnte für Förster noch schlimmer kommen: Denn Wollitz hat angekündigt, dass er den Stürmer auch im bevorstehenden DFB-Pokalspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart am Sonntag um 18.30 Uhr auf die Bank setzen will. "Benni hat sich damit selbst ein Eigentor geschossen. Ich werde ihn gegen Stuttgart nicht dafür noch belohnen", sagt der Energie-Trainer und ergänzt: Emotionen gehören zwar dazu - aber keine Tätlichkeiten. Wir brauchen Disziplin, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen."

Offenbar will der Coach damit auch ein Zeichen setzen. Denn die TV-Bilder zeigen, dass Förster seinen Gegenspieler zu Boden stößt. Allerdings wurde der Energie-Stürmer vorher von Schmidt provoziert. Denn es ist ebenfalls ganz deutlich zu sehen, wie der Bautzener absichtlich auf den Fuß von Förster steigt.

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff hatte der Cottbuser harte Kritik geübt und seinem Gegenspieler vorgeworfen, dass er "Theater spielt". Förster zur RUNDSCHAU: " Als ich ihn berühre, fällt wer wie vom Blitz getroffen zu Boden. Wer so zutreten kann, der sollte dann wenigstens stehenbleiben. Ich hoffe, auf den TV-Bildern sieht man, dass die Provokation von ihm ausging."

Diese Bewertung sowie die Höhe des Strafmaßes obliegen jetzt dem Sportgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV). Energie-Trainer Wollitz hat seine Entscheidung offenbar schon getroffen. Oder gibt es doch noch Gnade für Förster im Stuttgart-Spiel?