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| 14:54 Uhr

Fußball
Wollitz und die magische „100“: „Bin dankbar“

Wollitz hat eine bessere ­Bilanz als Geyer und Bohla.
Wollitz hat eine bessere ­Bilanz als Geyer und Bohla. FOTO: Steffen Beyer
Neugersdorf. Der Jubiläumssieg in Neugersdorf war für Claus-Dieter Wollitz nur Nebensache. Viel wichtiger sind ihm die Siege 101, 102 und 103 in den wichtigsten drei Spielen der Saison.

Natürlich ahnte Claus-Dieter Wollitz nichts von seinem Jubiläum. Er schien sich eher zu fragen, wie viel Langeweile vonnöten sein muss, um solch eine Statistik zu pflegen. „Ich habe keine Strichliste geführt“, lachte er nur. Doch tatsächlich war das 3:0 in Neugersdorf der 250. Sieg seiner Trainerkarriere und gleichzeitig der 100. Sieg als Trainer von Energie Cottbus. Den ersten hatte er im August 2009 im DFB-Pokal in Magdeburg gefeiert. Nun folgten also 99 weitere.

Eine magische Zahl, die den Westfalen spätestens jetzt zu einem echten Lausitzer macht. Denn Wollitz ist nach Eduard Geyer erst der zweite Energie-Übungsleiter überhaupt, der eine dreistellige Zahl an Dreiern verbuchen kann. Nicht mal Fritz Bohla (94 Siege) hatte so viel Erfolg. 178 Spiele hat Wollitz für seine „100“ benötigt. Geyers Bilanz: 378 Spiele, 157 Siege. Für Wollitz ist das „eine schöne Randnotiz“. Wichtiger ist ihm die Entwicklung von Mannschaft und Verein. „Vor zwei Jahren haben wir am Boden gelegen“, erinnert Wollitz an die brisanten Tage im Frühsommer 2016. „Und dass wir nach zwei Jahren so eine Mannschaft und so ein Miteinander haben, dafür bin ich dankbar.“

Dass diese Wiederauferstehung keineswegs selbstverständlich ist, zeigt ein Beispiel aus der Regionalliga Südwest, wo die Stuttgarter Kickers, die gemeinsam mit Energie die 3. Liga verlassen mussten, gerade in die Oberliga abgestiegen sind.

Also auf die nächsten 100, Herr Wollitz? Nein, nein, winkt dieser ab. „Erstmal auf die nächsten drei.“ Im Pokalfinale und den beiden Relegationsspielen.