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Wollitz und der Streik: "Wer anschiebt, ist der Idiot"

Cottbus. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz bleibt dabei – einen Warnstreik hält er für ein legitimes Mittel, um gegen die umstrittene Relegationsregel zu protestieren. "Wenn einer nicht mehr antritt, dann fangen die Herren mal an, darüber nachzudenken, was hier eigentlich los ist", erneuert Wollitz seine Kritik am Deutschen Fußball-Bund (DFB).

Der Erste in der Tabelle müsse am Ende der Saison aufsteigen - und zwar ohne Relegation. Wollitz legte in Richtung des DFB nach: "Ich möchte einfach, dass diese Liga mehr lebt und interessanter wird. Im Moment macht man diese Liga total kaputt. Aber das interessiert den DFB nicht."

Vor dem Schönberg-Spiel hatte der Coach mit seiner Streikidee für Diskussionen gesorgt. Wollitz befürchtet, dass Sponsoren und Fans einen solchen Wettbewerb mit dem engsten Nadelöhr im deutschen Fußball, der Relegation, auf Dauer nicht mittragen werden.

Wie der DFB die kleinen Vereine an der Schnittstelle zwischen Profi-Fußball und Amateursport allein lasse, sei laut Wollitz "an Lächerlichkeit nicht zu überbieten". Auf RUNDSCHAU-Nachfrage hatte der DFB danach erklärt, sich dazu nicht zu äußern, da die Regionalliga in die Zuständigkeit der Regionalverbände fällt.

Wollitz will trotzdem weiter mit aller Vehemenz gegen die Relegation kämpfen und nimmt dabei auch Anfeindungen in Kauf. Das stellte er klar. "Man kann sich nicht alles gefallen lassen. Der jenige, der es anschiebt, ist am Anfang immer der Idiot. Solange, bis das Konzept durchgedrückt ist", erklärt der Energie-Trainer.

In der Dienstag-RUNDSCHAU: Beginnt in Cottbus die Viertliga-Revolution? Die RUNDSCHAU hat bundesweit alle 91 Regionalligisten zum Thema Relegation befragt. Das Ergebnis ist deutlich.