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Fussball
Wollitz: „Top-Spieler für Energie Cottbus“

Alexander Siebeck (r.) ist der vierte Neuzugang.
Alexander Siebeck (r.) ist der vierte Neuzugang. FOTO: Eibner-Pressefoto / Michael Berm / imago/Eibner
Cottbus. Trainer Claus-Dieter Wollitz zieht eine positive Transfer-Bilanz. Er nimmt die vier Neuen aber auch in die Pflicht beim Kampf um den Aufstieg. Von Frank Noack

Als Alexander Siebeck am Mittwochmittag nach einer langen Autofahrt quer durch Deutschland in Cottbus eintraf, war der FC Energie endgültig durch mit seinen Planungen zur Verstärkung der Mannschaft. Der 24-jährige Mittelfeldspieler vom Karlsruher SC ist der vierte und letzte Neuzugang. Das Transfer-Fazit von FCE-­Trainer Claus-Dieter Wollitz fällt positiv aus: „Wir haben alles erfüllt. Wir haben Spieler geholt, die Top-Qualität für Energie Cottbus bedeuten und sind jetzt deutlich breiter aufgestellt.“

Der FCE ist dabei in doppelter Hinsicht seiner Linie treu geblieben. Erstens – die Neuzugänge müssen Entwicklungspotenzial mitbringen. Zweitens  – die Transfers dürfen kein finanzielles Risiko bedeuten. ­Alexander Siebeck, der zunächst bis zum Sommer vom KSC ausgeliehen wurde, ist ein Paradebeispiel für diese Strategie. Er wurde bei RB Leipzig ausgebildet und war Kapitän des Reserveteams in der Regionalliga. Nach der Auflösung von RB II wechselte Siebeck im Sommer in die 3. Liga nach Karlsruhe – für Energie wäre eine Verpflichtung zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich gewesen.

Ähnlich verhält es sich mit Fabian Graudenz (26). Auch er hatte nach dem Drittliga-Aus des FSV Frankfurt eigentlich höhere Ambitionen, fand aber keinen neuen Verein, ­sodass Energie in der Winterpause zuschlug. Der frühere Duisburger Kevin Scheidhauer (25) war lange verletzt und kämpft nun in Cottbus um einen Neuanfang. Torhüter ­Kevin Rauhut (28/Wacker Nordhausen) hat ebenfalls schon in der 3. Liga gespielt.

„Wenn diese Spieler wieder ihr ­Potenzial ausschöpfen, dann hat Energie Cottbus Top-Spieler gekriegt“, erklärt Wollitz. „Wir müssen die Spieler jetzt auf das Level bringen, wo sie schon mal waren.“

Trainer Claus-Dieter Wollitz glaubt an das Potenzial der Neuzugänge.
Trainer Claus-Dieter Wollitz glaubt an das Potenzial der Neuzugänge. FOTO: Steffen Beyer