ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:23 Uhr

Fußball
Wollitz schafft die Einsatzgarantie ab

Cottbus. Nach dem jugendlichen Sieg gegen Nordhausen reist Energie Cottbus heute zum BFC Dynamo. Im Duell mit dem Tabellenzweiten sind vor allem die erfahrenen Spieler gefordert. Eine Einsatzgarantie gibt es nicht, sagt Trainer Wollitz. Von Frank Noack und Jan Lehmann
Streli Mamba (M.) traf beim 3:1-Hinspielsieg.
Streli Mamba (M.) traf beim 3:1-Hinspielsieg. FOTO: Steffen Beyer / LR Medienverlag

So jung war der Konkurrenzkampf bei Energie Cottbus noch nie! Vor dem Nachholspiel beim BFC Dynamo an diesem Mittwoch nimmt FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz vor allem die erfahrenen Profis in die Pflicht. „Die gestandenen Spieler müssen die Sinne schärfen. Wenn du dabeisein willst, musst du liefern“, ­fordert Wollitz mit Blick auf die entscheidenden Spiele im Mai.

Die Partie gegen den Ta­bellenzweiten beginnt um 19 Uhr im Jahnsportpark (LR-Liveticker, rbb-Livestream). Energie hat 26 Punkte Vorsprung auf den BFC und steht bereits als Meister der Regionalliga-Nordost fest - statt eines Spitzenspiels ist es also nur noch ein Spitzenspielchen.

Beim 2:1-Sieg am Sonntag gegen Wacker Nordhausen hatte Wollitz eine extrem junge Mannschaft auf den Rasen geschickt. Insgesamt acht Spieler stammten aus dem Cottbuser Nachwuchsleistungszentrum. Der 17-jährige Moritz Broschins­ki erzielte sein erstes Profi-Tor.

Im Duell mit dem BFC dürften zwar wieder die bisherigen Leistungsträger wie Maximilian Zimmer und Fabio Viteritti in die Startelf zurückkehren. Es gebe jetzt allerdings keinen Bonus mehr für die Spieler, die in der Hinrunde so überzeugt haben. Wollitz stellt klar: „Das, was war, war super. Das wurde mehrmals in den höchsten Tönen herausgestellt. Aber jetzt geht es in die entscheidende Phase. Ich werde keinen Spieler spielen lassen, der sagt: ,Ich habe schon so viel ­geleistet, ich bin definitiv dabei.‘“

Der BFC Dynamo kassierte am Sonntag eine 0:2-Heimniederlage gegen die Bundesliga-Reserven von Hertha BSC. In der Liga ist der BFC seit drei Spielen sieglos, zog aber kürzlich in das Finale des Berliner Landespokals ein.

David Kamm Al-Azzawe sah gegen Hertha II bereits nach 21 Minuten die Rote Karte wegen einer Notbremse und ist damit gegen den FC Energie gesperrt. „Die Köpfe und Körper waren nach dem Pokalspiel leer. Dann sind wir auch noch relativ früh in Unterzahl geraten. Wir haben verdient verloren.Wir müssen regenerieren und schauen, dass wir gegen Cottbus wieder ein bisschen besser in Gang kommen“, sagt Trainer René Rydlewicz.

Der nach wie vor in Cottbus wohnende Rydlewicz ergänzt im „Berliner Kurier“: „Es war eine außergewöhnliche Saison von Energie, Glückwunsch. Die meisten meiner Spieler können gegen solche Gegner viel lernen. Wir freuen uns auf das Spiel und wollen es gewinnen.“

FOTO: Katrin Janetzko / LR