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| 09:31 Uhr

Fußball
„Schnickschnack“ und Sorglosigkeit ärgern Wollitz

Berlin. Energie-Trainer Wollitz geht mit seiner Mannschaft nach dem Remis im Spitzenspiel beim BFC Dynamo hart ins Gericht. Er kritisiert vor allem die Einstellung und die Sorglosigkeit, die letztlich den Sieg kosteten. Von Frank Noack
Energie musste sich in Berlin mit einem Punkt begnügen.
Energie musste sich in Berlin mit einem Punkt begnügen. FOTO: Sven Bock / FuPa Brandenburg

Energie Cottbus nahm beim 2:2 (1:1)-Unentschieden gegen den BFC Dynamo zwar einen Punkt mit nach Hause, aber auch einen deutlichen Rüffel von Trainer Claus-Dieter Wollitz. Denn zufrieden war der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft – um es vorsichtig zu formulieren – nicht.

Auch wenn es im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten aus Berlin und dem bereits als Regionalliga-Meister feststehenden FC Energie sportlich um nichts mehr ging, wollte Wollitz die über weite Strecken sorglose Vorstellung seines Teams am Mittwochabend vor 1854 Zuschauern im Jahnsportpark nicht akzeptieren. „Wenn man als Mannschaft so sorglos gegen den Ball arbeitet, kann man am Ende auch nicht belohnt werden“, erklärte Wollitz mit Blick auf den Ausgleich von Otis Breustedt in der 74. Minute. „Ich habe der Mannschaft gerade in der Rückrunde schon einige solcher Spiele zugestanden. Deshalb werde ich jetzt die Schrauben anziehen. Das war mir insgesamt zu wenig.“

Auch die Spieler gaben sich nach dem Schlusspfiff selbstkritisch. „In der Anfangsphase hatten wir keinen richtigen Zugriff. In der 2. Halbzeit haben wir es etwas besser umgesetzt. Am Ende ist es bitter, dass es nicht beim 2:1 geblieben ist“, sagte José-Junior Matuwila nach seinem ersten Saisontreffer (Video-Interview).

Auch Max Grundmann bemängelte den fehlenden Zugriff in Halbzeit eins: „In der 2. Halbzeit haben wir es besser gemacht. Leider kriegen wir dann noch das 2:2 und nehmen deshalb nur einen Punkt mit. Das ist schade.“

Der BFC ging bereits in der 3. Minute durch Matthias Steinborn in Führung. Maximilian Zimmer (33.) und Matuwila (64.) drehten dann zwar mit ihren Treffern zunächst das Spiel, aber Breustedt erzielte den 2:2-Endstand.

Unabhängig vom Ergebnis kritisierte Wollitz: „Der Gegner hat uns viele Räume angeboten. Aber wir haben sie nicht genutzt, weil wir keine Organisation hatten. Ein bisschen Schnickschnack und sagen: ‚Wir sind ja schon Meister, müssen also nicht höher springen’ – ich habe da eine andere Sichtweise. Ich mag das nicht. Ich habe in diesem Spiel keinen strukturierten Fußball von uns gesehen.“

Energie holt Remis im Spitzenspielchen FOTO: FuPa Brandenburg