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| 10:22 Uhr

Das Cottbuser Pokal-Duell: Wollitz gegen Kovac
Ohne Schnauzbart – aber mit großer Sympathie

 So sahen die Autogrammkarten von Claus-Dieter Wollitz und Niko Kovac bei Hertha BSC in der Saison 1993/94 aus.
So sahen die Autogrammkarten von Claus-Dieter Wollitz und Niko Kovac bei Hertha BSC in der Saison 1993/94 aus. FOTO: Hertha BSC Museum
Cottbus. Der Pokalkracher Energie Cottbus gegen Bayern München ist am Montag auch das Duell zwischen den beiden Trainern Claus-Dieter Wollitz und Niko Kovac. Die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit und hegen Sympathien füreinander. Wollitz ist voll des Lobes über den Bayern-Coach.

Wenn Energie Cottbus am Montagabend den große FC Bayern empfängt, dann wird es auf den Trainerbänken keine Berührungsängste zwischen dem kleinen Viertligisten aus der Lausitz und dem übermächtigen Rekordmeister aus München geben. Man kennt sich – und zwar ziemlich genau: Bayern-Coach Niko Kovac erklärte am Samstag bei der Pressekonferenz in München: „Ich kenne den Pele, wir haben zusammen gespielt.“

In der Saison 1993/94 gehörten Claus-Dieter Wollitz und Niko Kovac zum Kader des damaligen Zweitligisten Hertha BSC. Die Autogrammkarten von damals zeigen einen schnauzbärtigen Wollitz und einen sehr jugendlich wirkenden Kovac.

 Niko Kovac ist seit vergangener Saison Trainer beim FC Bayern. Im Vorjahr gewann er Meisterschaft und Pokal mit seinem Team.
Niko Kovac ist seit vergangener Saison Trainer beim FC Bayern. Im Vorjahr gewann er Meisterschaft und Pokal mit seinem Team. FOTO: dpa / Peter Kneffel

Wollitz war damals als 28-Jähriger als Nachfolger für den abgewanderten Spielmacher Mario Basler vom VfL Osnabrück in die Hauptstadt geholt worden. Der sechs Jahre jüngere Kovac indes war als gebürtiger Berliner gerade auf seinem Weg aus der Hertha-Jugend in Richtung Bundesliga und kroatische Nationalmannschaft.

Gemeinsame Zeit bei Hertha BSC

 Claus-Dieter Wollitz ist seit 2016 wieder Trainer beim FC Energie. Nach dem Aufstieg 2018 folgte 2019 der bittere Abstieg wegen eines fehlenden Tores.
Claus-Dieter Wollitz ist seit 2016 wieder Trainer beim FC Energie. Nach dem Aufstieg 2018 folgte 2019 der bittere Abstieg wegen eines fehlenden Tores. FOTO: Steffen Beyer

FCE-Coach Wollitz erinnert sich: „Er war ein sehr zielstrebiger Spieler, ein sehr angenehmer Mensch mit einem klaren Kopf. Ich habe ihn als sehr bodenständig und gewissenhaft in Erinnerung - ein super Mitspieler der sich für das große Ganze eingesetzt hat.“

Nun wird es ein Aufeinandertreffen ohne Schnauzbart, aber dafür mit viel Sympathie. Aus der Ferne beobachtet der Cottbuser Trainer, der sich selbst als „Bayern-Fan“ bezeichnet, wie sich Kovac beim Rekordmeister schlägt und lobt: „Ich glaube, dass er das außergewöhnlich gut macht. Ich freue mich für ihn, dass er die beiden Titel geholt hat. Unter diesen Voraussetzungen in einer permanenten Unruhe ist das nicht selbstverständlich. Er tritt in einer Souveränität und mit einem Respekt gegenüber dem Club auf, das macht er sehr gut.“ Wollitz gibt offen zu: „Das hätte ich nicht gekonnt.“

Kovac weiß, was Wollitz will

Und auch Kovac scheint sich positiv an Wollitz zu erinnern. Er betonte am Samstag: „Ich kenne seine Art, ich weiß, ganz genau was er versuchen möchte und wie er seine Jungs nach vorne bringen möchte.“ Deshalb warnt er sein Team: „Ich möchte meinen Jungs klipp und klar aufzeigen, dass es ein hartes Stück Arbeit sein wird.“

Das zumindest haben sich Wollitz und seine Mannschaft für Montag vorgenommen – es dem FC Bayern so schwer wie möglich zu machen. Und dennoch will der Cottbuser Coach seinem einstigen Mitspieler nicht die Tour beim FC Bayern vermasseln. Er betonte vor dem Aufeinandertreffen: „Ich hoffe, dass er lange beim FC Bayern bleibt.“ Eine Niederlage in Cottbus indes dürften für Kovac die Chancen für eine lange Verweildauer im Amt etwas schmälern.

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