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RUNDSCHAU-Schnellcheck
Wollitz erwartet aggressive Fürstenwalder

FOTO: Christiane Weiland
Cottbus. Die wilde Hatz in der Regionalliga Nordost geht weiter. Für Energie Cottbus steht am Sonntag das sechste Spiel innerhalb von 22 Tagen an. Die RUNDSCHAU fasst die Erkenntnisse von der Pressekonferenz vor der Partie gegen Fürstenwalde zusammen. Von Jan Lehmann

Von Jan Lehmann

Das Spiel: Energie empfängt am Sonntag um 13.30 Uhr den FSV Union Fürstenwalde im Stadion der Freundschaft (live im RUNDSCHAU-Ticker bei FuPa Brandenburg). Beide Teams haben sich in dieser Saison bereits zweimal gesehen. Im Hinspiel gewann Energie nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1. Damals war Maximilian Zimmer an allen drei Cottbuser Toren beteiligt. Im Landespokal-Halbfinale setzte sich Energie mit 3:2 durch.

Die Personalien: Tim Kruse fällt mit seiner Wadenverletzung wohl weiter aus. Bei Streli Mamba gibt es laut Trainer Claus-Dieter Wollitz eine 50:50-Chance für einen Einsatz. Der Brasilianer Marcelo wwie schon zuletzt im Spiel bei wird wie schon zuletzt bei Hertha BSC II fehlen. Er kann nach einem Foulspiel im harten Regionalliga-Derby beim SV Babelsberg seinen Zeh noch immer nicht bewegen. Wollitz berichtet von „Taubheitsgefühlen“ und sagt: „Wenn sich das nicht bald ändern, befürchten wir das Schlimmste.“ Andrej Startsev ist nach seiner gelb-roten Karte im Spiel gegen Hertha gesperrt. Weiterhin nicht dabei ist Fabian Graudenz nach seinem Innenbandriss. Für die beiden Langzeitverletzten Björn Ziegenbein (Reha nach Knie-Operation) sowie Benjamin Förster (Leisten-Operation) ist die Saison ohnehin bereits beendet.

Die Gegner-Einschätzung: Wollitz rechnet mit einem hitzigen Sonntag. Er sagt: „Wir erwarten nicht nur ein schweres Spiel, sondern auch ein aggressives, emotionales Spiel. Gut, dass wir zu Hause spielen. Wir brauchen noch Punkte, und wollen auch noch so schnell wie möglich Punkte holen. Es ist wichtig, am Sonntag mit der besten Kapelle und der besten Konzentration anzutreten.“

Die Konstellation: Energie fehlen noch acht Zähler zum Meistertitel. Selbst wenn der BFC Dynamo am Sonntag im Spiel bei Chemie Leipzig (14.05 Uhr) verlieren sollte – eine Meisterfeier kann es in Cottbus auch dann noch nicht geben. Das ist rechnerisch frühestens am kommenden Sonntag möglich, wenn der FC Energie Wacker Nordhausen empfängt.

Und sonst noch? Dieses Duell hat seine Brisanz vor allem aus dem Halbfinale im brandenburgischen Landespokal. Nach dem 3:2-Sieg in dem engen Spiel auf dem noch engeren Platz in Fürstenwalde hatte sich Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz beschwert: „Das ganze Spiel geht nur über Provokationen der gegnerischen Mannschaft, da ist es klar, dass es am Ende noch einmal hektisch wird. Hier ist es immer so gewesen. Hier sind Menschen, die haben kein Respekt.“ Er fügte hinzu: „Im Pokal geht es nicht darum, ob verdient oder nicht. Ich glaube nicht, dass sich Energie Cottbus für das Ganze hier entschuldigen muss. Ich sage nochmal: Die Art und Weise, wie Fürstenwalde mit der gegnerischen Mannschaft umgeht, hat mit Respekt, Anerkennung und Menschlichkeit nichts zu tun.“

Fürstenwaldes Trainer Matthias Mauksch hatte später noch einmal in Richtung Wollitz nachgetreten, als er Lok-Leipzig-Trainer Heiko Scholz vor dessen Spiel bei Energie Cottbus mit auf den Weg gab, dass „er denen dort mal richtig einheizen“ solle, „besonders meinem speziellen Freund, dem Lautsprecher“. Das hat auch Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz mitbekommen und rechnet damit: „Er wird jetzt seine Mannschaft noch heißer machen, um da richtig dazwischenzukloppen, zu treten. Ich werde dementsprechend unser Personal auswählen – wir müssen handlungsschnell sein.“