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Wollitz ärgert sich über "Kommunikationsproblem" (mit Video)

Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz.
Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz. FOTO: Steffen Beyer
Diese Niederlage tut doppelt weh: Energie Cottbus spielt beim 1:2 (0:0) gegen den Berliner AK eine gute erste Halbzeit, macht dann aber entscheidende Fehler und rutscht in der Tabelle auf Platz drei ab. Trainer Wollitz spricht von einem "Kommunikationsproblem". Aber was meint er damit? Frank Noack

Lange Gesichter nach dem Spiel im Stadion der Freundschaft: Die erste Heimniederlage in dieser Saison der Fußball-Regionalliga Nordost tut Energie Cottbus sehr weh. Erstens, weil die Mannschaft auf Platz drei abrutscht, statt den Abstand zu Tabellenführer Jena zu verkürzen. Vor dem Sonntag-Spiel in Neugersdorf liegen die Thüringer weiter sieben Punkte vor dem FCE. Und zweitens, weil sich die Gastgeber diese Niederlage vor 5218 Zuschauern selbst eingebrockt haben. Denn nach der Führung von Benjamin Förster in der 69. Minute kommt der BAK nur wenig später durch einen Abwehrfehler zum Ausgleich durch Hasan Pepic (72.). "Wir sind selbst schuld an dieser Niederlage. Vor dem 1:1-Ausgleich gab es ein Kommunikationsproblem bei uns. Dadurch ist das Spiel gekippt", ärgert sich Trainer Claus-Dieter Wollitz.

Die RUNDSCHAU sagt, was Wollitz damit konkret meint: Nach einem langen Pass der Gäste unterläuft ausgerechnet der zuletzt so sattelfesten Innenverteidigung der folgenschwere Fehler. Sowohl Kapitän Marc Stein als auch José-Junior Matuwila rücken raus, kommen aber nicht an den Ball. Stattdessen kann Miroslav Slavov per Kopf den Ball zu Pepic befördern, der auf und davon zieht und ins lange Eck trifft. Davor blieb Cottbus sechs Mal ohne Gegentor!

"Heute war es ein reiner Kommunikationsfehler. Wir sind ja nicht ausgespielt worden. Umso ärgerlicher ist das. Aus so einer Situation haben wir noch nie ein Gegentor bekommen", analysiert Wollitz. Treffer Nummer zwei fällt dann aber ebenfalls über das Zentrum, als Energie alles nach vorn wirft. Letztlich nutzt Slavov den von der Latte zurückspringenden Ball zum 2:1-Endstand (85.).

Auch die Spieler zeigen sich selbstkritisch. Torhüter Alexander Meyer meint: "Wir hatten Probleme bei langen Bällen. Wir hatten dahinter keine Organisation. Das ist uns in dieser Saison eigentlich noch gar nicht passiert. Beide Situationen führen zu Gegentoren. Das ist bitter. Deshalb haben wir das Spiel aus der Hand gegeben."

Tim Kruse betont: "Ich glaube, dass wir in den entscheidenden Situationen nicht die nötige Ordnung und die nötige Konzentration hatten. Vielleicht lag es an der Euphorie nach dem Führungstreffer. Wir haben uns deshalb relativ einfach die Gegentore eingefangen." Und so eine doppelt bittere Niederlage kassiert.