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| 16:35 Uhr

Cottbus
Wollitz adelt Schlüter: „Wie Alaba“

FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz hält große Stücke auf Lasse Schlüter.
FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz hält große Stücke auf Lasse Schlüter. FOTO: WORBSER-Sportfotografie / Mike Worbs
Cottbus. Den Verteidiger von Energie Cottbus hält es genau wie den Bayern-Star nur selten in der Defensive. Mit Erfolg – in Leipzig trifft er doppelt. Sein großes Ziel ist der Aufstieg.

Der Mann des Spiels grinste bei der Frage nach seinen beiden Treffern. „Von den Toren werde ich sicher nicht träumen, vielleicht aber von unserem Sieg“, sagt Lasse Schlüter nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg des FC Energie Cottbus am Sonntag bei Chemie Leipzig.

Dabei waren die beiden Treffer des 25-jährigen Linksverteidigers durchaus schön anzusehen. Bei Tor Nummer eins traf Schlüter mit einem Kunstschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck. Vom Innenpfosten prallte der Ball ins Tor. Hand aufs Herz – genau so gewollt? „Ich wollte schon, dass der Ball aufs Tor kommt. Ich bin allerdings etwas in Rücklage geraten und habe dann nur noch gehört, wie die Mitspieler gejubelt haben“, erklärt Schlüter.

Bei Tor Nummer zwei profitierte er dann von der Vorarbeit durch Streli Mamba, der nach einem couragierten Solo für den Schützen auflegte. Schlüter lupfte den Ball an Chemie-Keeper Julien Lattendresse vorbei ins lange Eck.

Für den Abwehrspieler ist es bereits der zweite Doppelpack im FCE-Trikot. In der vergangenen ­Regionalliga-Saison hatte Lasse Schlüter beim 6:1-Heimsieg gegen die TSG Neustrelitz ebenfalls doppelt getroffen. „Lasse hat schon oft gezeigt, dass er die nötige Schuss­technik für solche Tore hat“, lobt Trainer Claus-Dieter Wollitz nach dem ersten Pflichtspielsieg des FCE in diesem Jahr. Wollitz hält große Stücke auf den Linksverteidiger – nicht erst seit dem Doppelpack in Leipzig. „Er interpretiert das Verteidiger-Spiel so wie David Alaba“, adelt ihn der Coach mit diesem Vergleich mit dem österreichischen Nationalspieler von Bayern München.

Immerhin: Eine gewisse Ähnlichkeit in der Spielweise ist ja durchaus vorhanden. Denn genau wie David Alaba schaltet sich auch Lasse Schlüter permanent in die Offensive ein. Hinten hält es den Verteidiger nur selten. Mit seinen Flügelläufen sorgte er auch beim Auftakt in Leipzig vor allem in der zweiten Halbzeit stets für Gefahr und schoss die Gäste mit seinen Toren auf die Siegerstraße. „Wir haben uns in der 2. Halbzeit sehr gesteigert. Mit den Toren ist dann auch das Selbstvertrauen gewachsen. Deshalb haben wir auch hochverdient gewonnen“, analysiert Schlüter die Partie mit einer mäßigen und einer ganz starken Halbzeit des Favoriten.

Im August 2016 wechselte der gebürtige Hamburger vom Liga-Konkurrenten Wacker Nordhausen in die Lausitz und avancierte gleich zum Stammspieler. Auch in dieser Saison ist der offensivstarke Außenverteidiger aus dem Team nicht wegzudenken. Genau wie Kapitän Marc Stein und André Startsev hat er alle 19 Partien über die volle ­Distanz absolviert.

Dabei weiß Lasse Schlüter, dass Siege wie am Sonntag bei Chemie Leipzig nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum angepeilten Aufstieg in die 3. Liga sind. „Wir stehen oben und wollen alle das große Ziel erreichen“, betont der Tore schießende Linksverteidiger. Denn dieses große Ziel soll schließlich alles andere als ein Traum bleiben.

David Alaba gewann am Samstag mit dem FC Bayern gegen Hoffenheim.
David Alaba gewann am Samstag mit dem FC Bayern gegen Hoffenheim. FOTO: Sven Hoppe / dpa