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| 09:14 Uhr

Fußball
Wird Energie nochmal auf dem Transfermarkt aktiv?

Der Zusammenhalt in der Cottbuser Mannschaft stimmt. Würde ein Neuzugang den Teamgeist stören?
Der Zusammenhalt in der Cottbuser Mannschaft stimmt. Würde ein Neuzugang den Teamgeist stören? FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Im DFB-Pokal geht es für Energie Cottbus gegen den SC Freiburg um die fußballerische Sensation - und viel Geld. Mit der Prämie für die zweite Runde könnte der FCE nochmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. Aber will er das überhaupt? Von Jan Lehmann

Für Energie Cottbus ist das Pokalspiel am Montagabend gegen den SC Freiburg natürlich auch ein Spiel um den großen Jackpot. Jene 332 000 Euro, die der Deutsche Fußball Bund aus der TV-Vermarktung an jedes Team in der 2. Pokalrunde zahlt, wären für die Cottbuser ein finanzieller Segen.

Nur wenn Energie am Montagabend seine kleine Chance nutzen und sich die Zweitrundenprämie erkämpfen sollte, wäre es wohl auch denkbar, dass die Cottbuser noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Trainer Claus-Dieter Wollitz erklärte, dass es für ihn nicht infrage komme, den Kader weiter aufzufüllen. Wenn, dann müsse man investieren, um noch einmal die Qualität der Mannschaft zu verbessern. Er berichtete: „Es werden gute Spieler angeboten.“ Allerdings sieht es nicht so aus, dass derzeit viel machbar ist. Wollitz betont, dass ein potenzieller Neuzugang auch nicht das Gehaltsgefüge im Cottbuser Kader durcheinanderbringen dürfe.

Der Trainer, der bei Energie auch für die Kaderzusammenstellung verantwortlich ist, erinnerte daran, dass seine Mannschaft vor zwei Jahren in der Regionalliga komplett auf Siegprämien verzichten musste. Zudem berichtete er von einem Gespräch mit dem Mannschaftsrat in der zurückliegenden Woche: „Der große Wunsch ist es, dass mit diesem Kader der Klassenerhalt geschafft werden soll.“

FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz will das Gefüge im Team nicht durcheinanderbringen.
FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz will das Gefüge im Team nicht durcheinanderbringen. FOTO: Steffen Beyer

Zu diesem Kader zählt Wollitz auch ganz klar den von mehreren Zweitligisten umworbenen Angreifer Streli Mamba. Der Coach verdeutlichte: „Es gab seriöse Gespräche, aber nichts, bei dem wir hätten zustimmen sollen.“

Den erhofften Geldsegen aus dem Freiburg-Spiel könnten die Cottbuser derweil auch ohne Aktivitäten auf dem Transfermarkt gut gebrauchen. Die anstehenden Verhandlungen mit den Spielern der aktuellen Mannschaft – 20 Arbeitspapiere laufen 2019 aus – dürften nicht unbedingt kostengünstiger verlaufen, wenn jenen Profis nach der sensationellen Regionalliga-Saison nun auch noch eine Pokalsensation gelingen würde.