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Energie verdiente auch am Stiepermann-Transfer
Wie die „Philipp-Millionen“ dem FC Energie helfen

Cottbus. Fußball-Regionalligist kassiert weitere Transferbeteiligung und verringert Verbindlichkeiten. Von Jan Lehmann

Fußball-Regionalligist Energie Cottbus hat seine Verbindlichkeiten um mehr als zwei Millionen Euro verringert. Das berichtet Vereinspräsident Michael Wahlich im RUNDSCHAU-Interview zum Jahresbeginn. Demnach habe der Verein seine Verbindlichkeiten von 8,47 Millionen Euro auf sechs Millionen Euro gesenkt.

Das sei vor allem deshalb möglich gewesen, weil Energie eine finanzielle Beteiligung am Transfer des Ex-Cottbusers Maximilian Philipp vom SC Freiburg zu Borussia Dortmund bekommen hatte. Der Offensivspieler war im Sommer für kolportierte 20 Millionen Euro zu dem Champions-League-Club gewechselt.

Wahlich bestätigte den Eingang der sogenannten „Philipp-Millionen“ und erklärte, dass die finanzielle Lage des FC Energie vor einem Jahr „dramatisch“ gewesen sei. Der FCE-Präsident betonte: „Im Verlauf der vergangenen Jahre war das Eigenkapital aufgebraucht worden. Allerdings muss man auch sagen, dass wir tüchtig waren. Und wer tüchtig ist, hat eben auch manchmal Glück.“

Neben den „Philipp-Millionen“ und den Transfererlösen für den Wechsel von Stammkeeper Alex­ander Meyer zum VfB Stuttgart verzeichnete Energie Cottbus im vergangenen Jahr eine weitere unerwartete Transfereinnahme. Die Cottbuser wurden statutengemäß am Wechsel des ehemaligen Energie-Profis Marco Stiepermann vom VfL Bochum zum englischen Zweitligisten Norwich City beteiligt und kassierten eine fünfstellige Summe.