ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 09:44 Uhr

FCE-Präsident Wahlich nennt den Grund für seinen Rücktritt
Werner Fahle soll neuer Präsident des FC Energie Cottbus werden

Werner Fahle (r.), hier bei einem Sponsorentermin mit Cheftrainer Pele Wollitz (l.) und dem Vorstandsvorsitzende der LEAG, Dr. Helmar Rendez, wird neuer Präsident des FC Energie Cottbus.
Werner Fahle (r.), hier bei einem Sponsorentermin mit Cheftrainer Pele Wollitz (l.) und dem Vorstandsvorsitzende der LEAG, Dr. Helmar Rendez, wird neuer Präsident des FC Energie Cottbus. FOTO: Hammerschmidt Frank / Frank Hammerschmidt
Cottbus. FCE-Präsident Michael Wahlich hat seinen Rücktritt und damit die RUNDSCHAU-Meldung vom Donnerstag bestätigt. Der Verein hat am Freitagmorgen drei Pressemitteilungen veröffentlicht. Darin spricht Wahlich über den Grund für seinen Rücktritt. Es gibt auch schon einen Nachfolger. Von Jan Lehmann

Werner Fahle soll der neue Präsident des FC Energie Cottbus werden. Das hat der Verwaltungsratsvorsitzende Matthias Auth in einer Vereinsmitteilung erklärt. Fahle ist schon jetzt Präsidiumsmitglied beim FCE.

Nach der RUNDSCHAU-Meldung vom Donnerstag über die Rücktritte von Präsident Michael Wahlich und FCE-Geschäftsführer Normen Kothe gibt es nun die offiziellen Bestätigungen vom Verein. Wahlich hat wie berichtet seinen Rücktritt zum 31. Dezember 2018 eingereicht. Kothe wird den Verein am 31. Januar 2019 verlassen.

Michael Wahlich teilte auch den Grund für seine Entscheidung mit, der offenbar tatsächlich in der Unruhe hinter den Kulissen zu finden ist. Wahlich erklärte in der Mitteilung: „Ganz am Anfang beim ersten Kennenlernen mit dem Verwaltungsrat habe ich deutlich gemacht, dass ich einen Neuanfang mit ehemaligen Funktionären nicht als besonders hilfreich ansehe und nicht befürworte. Die derzeitigen Bewegungen im Umfeld und im Verein diesbezüglich entsprechen nicht meinen Vorstellungen. Unter anderem auch deswegen werde ich mit dem Jahresende meine Amtszeit als Präsident des FC Energie Cottbus e.V. beenden.“

Der Rücktritt des Cottbuser Oberbürgermeisters Holger Kelch (CDU) Anfang September aus dem FCE-Verwaltungsrat und die Rückkehr von Frank Szymanski (SPD) in dieses Gremium hatte zuletzt schon viele Fragen aufgeworfen. Wahlich, der in den beiden vergangenen Jahren mit seiner konsequenten Art den FCE wieder stabilisiert hatte, ist nun also auch bei seiner persönlichen Entscheidung sehr konsequent.

Der Verein verliert damit einen äußerst beliebten Präsidenten. Der Verwaltungsratsvorsitzende Matthias Auth erklärte: „Michael Wahlich hat Herausragendes geleistet und steht hauptverantwortlich für den Geist, der unseren Verein vor allem in den schwierigen zurückliegenden zwei Jahren umgeben hat und für so viel Positives ausschlaggebend war. Unser aller, gemeinsamer Erfolg mit der Rückkehr in die 3. Liga ist eng mit Michael Wahlich verknüpft. Was Michael Wahlich zeitlich, vor allem aber auch mit Herzblut und finanzieller Aufwendung eingebracht hat, war und ist außergewöhnlich.“

Wahlich, der Präsidium und Verwaltungsrat am Dienstag über seine Entscheidung informiert hatte, schaut emotional auf zwei bewegte Jahre zurück: „Bereits kurz nach meinem Amtsantritt im Juni 2016 brachte ich zum Ausdruck, dass ich von einer fantastischen Aufstiegsfeier mit dem FCE träume. Sie wurde in diesem Jahr Wirklichkeit, liegt nun schon seit über vier Monaten hinter uns und ist daher Geschichte. Es ist sehr viel passiert und die Mission Wiederaufstieg wurde vollbracht.“

Nun kämpft der FCE in der 3. Liga um den Klassenerhalt. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim Karlsruher SC (14 Uhr/LR-Liveticker) stehen die Lausitzer auf einem Abstiegsplatz. Die finanziellen Engpässe hatten zuletzt dafür gesorgt, dass Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz die Mannschaft nur punktuell verstärken konnte. Präsident Wahlich hatte immer wieder betont, dass man sich angesichts der finanziellen Situation Sorgen um den Verein machen müsse. Wohl auch deshalb macht er jetzt den Platz frei – mit der Hoffnung, dass sein Nachfolger dem FCE womöglich neue Türen öffnen könne.

Verwaltungsrats-Chef Auth sagte: „Wir haben in den vergangenen Tagen und Wochen sehr viel und intensiv miteinander gesprochen. Seine finale Entscheidung, die ich persönlich zutiefst bedauere, war jedoch nicht mehr zu ändern und muss akzeptiert werden. Wir werden die Zeit bis zum 31. Dezember nutzen die Geschäfte zu übergeben und ein drittes Präsidiumsmitglied zu finden. Mit Werner Fahle haben wir jemanden aus den eigenen Reihen, der seine Bereitschaft erklärt hat das Amt zu übernehmen und den eingeschlagenen Weg mit uns weitergehen wird.“