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| 10:37 Uhr

Fußball
Wann verhandelt Energie mit Viteritti & Co?

Fabio Viteritti ist einer von 18 Profis, bei denen im Sommer 2019 der Vertrag ausläuft.
Fabio Viteritti ist einer von 18 Profis, bei denen im Sommer 2019 der Vertrag ausläuft. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Bei 18 Cottbuser Spielern laufen die Verträge aus. Energie-Präsident Michael Wahlich nennt nun einen konkreten Zeitplan für die Vertragsgespräche mit den Profis. Von Jan Lehmann

Mit dem Ende der Transferperiode in Deutschland an diesem Freitag ist für Energie Cottbus auch nach dem Spiel bei 1860 München die Arbeit am Drittliga-Kader keineswegs abgeschlossen. Energie-Präsident Michael Wahlich hatte im RUNDSCHAU-Interview betont: „Denkbar ist ja auch, dass wir nach Ende der Transferperiode vereinslose Spieler nachverpflichten. Wir prüfen alle Möglichkeiten.“ Spieler, die ab dem 1. September vereinslos sind, dürfen bis Ende Januar weiterhin unter Vertrag genommen werden.

Als vereinslose Spieler waren zuletzt beispielsweise auch Kevin Scheidhauer und Fabian Graudenz zum FC Energie gestoßen. Einer dieser Fälle wäre auch Dimitar Rangelov, der sein Engagement beim türkischen Zweitligisten Ümraniyespor beendet hat und seit einer Woche beim FC Energie mittrainiert. Bei Energie ist noch keine Entscheidung gefallen, ob der Bulgare einen Vertrag angeboten bekommen soll.

Während der FCE also weiter Ausschau nach Verstärkungen halten kann, muss er auch die Planungen mit dem aktuellen Personal vorantreiben. Bei 18 Spielern läuft im kommenden Sommer der Vertrag aus. Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte zuletzt gewarnt: „Die ganzen Topspieler sind dann ablösefrei. Wir müssen jetzt anfangen, mit ihnen zu verhandeln.“

Energie-Präsident Michael Wahlich sieht das ähnlich und nennt gegenüber der RUNDSCHAU nun einen konkreten Zeitplan: „Ich glaube, der richtige Zeitpunkt dafür ist Anfang November. Wir brauchen ein Fundament von zehn, zwölf Spielen, um zu wissen, wohin unser Weg geht. Zudem müssen wir auch sehen, wie sich unsere Sponsoreneinnahmen und die Zuschauereinnahmen entwickeln.“ Der Präsident will mit konkreten Angeboten in die Vertragsverhandlungen gehen. Dafür benötige der Verein noch etwas Zeit, so Wahlich, der sagt: „Ich könnte jetzt keinem Spieler ernsthaft in die Augen schauen und ihm ein seriöses Angebot unterbreiten.“ Außerdem wolle der Verein auch wissen, wie sich die Spieler in der 3. Liga entwickeln. Der Präsident betont: „Einige Spieler müssen ja auch erstmal etwas leisten, damit ein Gespräch Sinn macht.“

Dennoch muss man kein Wahrsager sein, um dem FC Energie schwierige Verhandlungen zu prognostizieren. Eine Vertragsverlängerung mit Torjäger Streli Mamba scheint ausgeschlossen, Leistungsträger wie Fabio Viteritti, Maximilian Zimmer, Kevin Weidlich oder Marcelo dürften als ablösefreie Spieler auch von anderen Clubs gute Angebote bekommen. Wahlich betont: „Ich möchte klar sagen: Es gibt eine Personalplanung, die wir abarbeiten müssen. Dennoch muss ich zugeben: Die Situation stellt sich aktuell komplizierter dar, als noch vor einem Jahr.“

Der Präsident, der immer wieder darauf verweist, dass der Verein mit seinen Mitteln sorgsam umgehen und Ausgaben mit den Einnahmen in Balance halten müsse, beschreibt: „Mit dem Aufstieg sind auch die Anforderungen an uns gewachsen. Profifußball ist deutlich härter.“