| 15:07 Uhr

Wachsam in die wilde Woche

Mit dem starken Pokalauftritt gegen Erstligist Stuttgart haben Streli Mamba und einige seiner FCE-Kollegen auf sich aufmerksam gemacht.
Mit dem starken Pokalauftritt gegen Erstligist Stuttgart haben Streli Mamba und einige seiner FCE-Kollegen auf sich aufmerksam gemacht. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Der FC Energie will seine Siegesserie auch gegen Meuselwitz fortsetzen. Im Transfer-Endspurt sucht Cottbus einen Stürmer. Eigene Spieler will man hingegen nur für "Unsummen" abgeben. Jan Lehmann

Mal sehen, ob Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem Regionalliga-Heimspiel gegen den ZFC Meuselwitz (Sonntag, 13.30 Uhr) versucht, durch Umstellungen wieder Spannung in seiner Mannschaft zu erzeugen. Nach der starken Leistung im DFB-Pokal gegen Stuttgart hatte er zuletzt die Startelf für das Liga-Spiel in Auerbach überraschend verändert. Nach dem 4:0-Auswärtsieg gab es ein Extralob fürs Team: "Es war besonders schwierig, diese Leistung zu bestätigen", so Wollitz.

Der starke Pokalauftritt wirkt nach. Wollitz betont: "Viele haben sich gegen Stuttgart ins Rampenlicht gespielt." Eine Aussage, die wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode natürlich auch Spannung erzeugt. Steht dem FCE bis Donnerstag, 18 Uhr, etwa noch eine wilde Woche bevor?

Wollitz gibt sich entspannt: "Bei uns hat kein Spieler eine Ausstiegsklausel. Der Verein ist zwar nicht auf Rosen gebettet, aber auch nicht gezwungen, Spieler abzugeben." Der Trainer weiß, dass Spieler wie der sechsfache Liga-Torschütze Streli Mamba durch die Gerüchteküche gejagt werden. Je näher der Transferschluss rückt, desto verrückter werden da die Meldungen.

Wollitz versucht, sich an die Fakten zu halten: "Es ist bei uns nichts Konkretes angekommen. Aus meiner Sicht wäre es wichtig, dass wir den Kader zusammenhalten, um unser Projekt fortzusetzen. Damit wir einen Spieler abgeben, müssten schon Unsummen geboten werden." Er konkretisiert: "Es müsste ein unfassbares Angebot sein. Da reden wir nicht von 500 000 Euro und auch nicht von einer Million. Aber damit rechne ich nicht."

Im Gegenzug suchen die Cottbuser weiter einen Angreifer - Unsummen kann der FCE freilich nicht zahlen. Wollitz berichtet: "Wir wollen noch einen zentralen Stürmer holen. Aber nur mit der klaren Überzeugung im Verein, dass er uns weiterhilft."

Der Markt ist schwierig, bei Energie beobachtet man gespannt den Transfer-Endspurt. Wollitz erläutert: "Die Spieler, die uns angeboten worden sind, wären nur eine Auffüllung des Kaders gewesen, die nur Unruhe bringen würde. Ich lasse mich nicht treiben - und wenn keiner Stürmer mehr kommt, dann ist das eben so."

Der Coach versucht indes, den Fokus auf das Spiel gegen Meuselwitz zu lenken. Künstliche Spannung muss er dafür gar nicht erzeugen. Durch die Ausfälle von José-Junior Matuwila (Hüfte), Paul Gehrmann (Knöchel) und Benjamin Förster (Rotsperre) sowie den Fragezeichen hinter Lasse Schlüter (Grippe) und Christos Papadimitriou (Bluterguss) ergeben sich zwangsläufig Veränderungen. Gegen die gut gestarteten Meuselwitzer steht dem Cottbuser Kader deshalb die nächste Bewährungsprobe bevor. Wollitz warnt: "Wir müssen wachsam sein." Das gilt wohl für das Meuselwitz-Spiel genauso wie für die bevorstehende wilde Woche auf dem Transfermarkt.