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| 18:41 Uhr

Fußball
Viteritti: „Wir müssen immer leiden“

Nach sechs vergeblichen Anläufen hat Fabio Viteritti den Sprung in die 3. Liga geschafft. Gegen Rostock erlebte er einen Einstand nach Maß.
Nach sechs vergeblichen Anläufen hat Fabio Viteritti den Sprung in die 3. Liga geschafft. Gegen Rostock erlebte er einen Einstand nach Maß. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Mit zwei Treffern gegen Rostock hat Energie-Profi Fabio Viteritti ein traumhaftes Drittliga-Debüt erlebt. Nun will er beim SV Wehen Wiesbaden mit seinen Kollegen nachlegen. Von Jan Lehmann und Frank Noack

Erst hatte Fabio Viteritti ziemlich viel Geduld aufbringen müssen, ehe er sein Drittliga-Debüt feiern durfte – und dann ging plötzlich alles ganz schnell: Erstes Spiel, erster Schuss, erstes Tor! Bereits in der zweiten Spielminute gelang dem 25-Jährigen am vergangenen Sonntag mit seinem Elfmetertreffer eine echte Punktlandung in der neuen Drittliga-Welt. Dass letztlich noch sein zweites Tor und der klare 3:0-Auftaktsieg gegen Rostock heraus sprangen, bezeichnet Viteritti als „Highlight meiner Karriere“.

Schon mit dem 1. FC Magdeburg und der TSG Neustrelitz hatte der 25-Jährige zum Sprung in den Profi-Fußball angesetzt – in Cottbus ist er ihm nun nach sechs vergeblichen Anläufen endlich gelungen. Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz hatte vor zwei Jahren über den damaligen Nezugang gesagt: „Für uns war klar: Entweder er geht kaputt – oder wir bringen ihn groß raus.“

Kaputt ist der Dauerläufer beileibe nicht gegangen. In seiner Arbeitsbilanz stehen bisher 80 Pflichtspiele für Energie Cottbus, dabei schoss er 34 Tore und bereitete 28 weitere Treffer vor. Eine starke Bilanz des Dribblers, der zudem mit seiner Einsatzstärke überzeugt. Die Wollitz-Formulierung: „Wir haben gegen Rostock gewonnen, weil wir bereit waren zu leiden“, darf man auch als Lob für Viteritti werten. Der FCE-Profi sagt: „Wir müssen immer leiden, nur so können wir erfolgreich sein.“

Nun steht für Viteritti und den FCE am Sonntag beim SV Wehen Wiesbaden (13 Uhr/LR-Liveticker) das erste Auswärtsspiel der Saison an. Es ist der nächste Schritt in die neuen Drittliga-Welt, vermutlich noch einmal deutlich schwieriger als das Heimspiel gegen Rostock.

Wehen Wiesbaden ist nach dem 2:1-Auftaktsieg beim VfR Aalen gleich in der Spur und gilt vielen nach Rang vier im Vorjahr als Geheimfavorit. Viteritti warnt: „Wir hoffen natürlich auf einen Sieg. Aber man muss bedenken, dass in unserer Mannschaft kaum jemand Drittliga-Erfahrung hat.“

Energie trifft auf einen komplizierten Gegner, der taktisch variabel  und sehr aggressiv agiert. Das steht konträr zur seltsamen Atmosphäre in der Wiesbadener Brita-Arena. Im Schnitt verirren sich nur 2500 Zuschauer dorthin, es ist seltsam ruhig. Nach der Hexenkessel-Partie gegen Rostock im Stadion der Freundschaft steht Energie nun wohl eher ein Geduldsspiel bevor. Vielleicht genau das richtige für Viteritti.