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| 02:42 Uhr

Viel Arbeit: Auf dem Platz und am Verhandlungstisch

Kevin Weidlich ist einer von elf Spielern, deren Verträge im Sommer auslaufen.
Kevin Weidlich ist einer von elf Spielern, deren Verträge im Sommer auslaufen. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Energie Cottbus startet in die zweite Hälfte der Regionalliga-Saison. Vor der Jagd auf Carl Zeiss Jena steht viel Arbeit an – auf dem Trainingsplatz und am Verhandlungstisch. Der Vertragspoker ist aber ziemlich kompliziert. Jan Lehmann

Die Jagd auf Jena beginnt im Eliaspark. Dort startet der FCE an diesem Montag um 14 Uhr in die Wintervorbereitung. Vier Wochen haben die Cottbuser Zeit, sich in Form zu bringen. Am ersten Februar- Wochenende geht es für Energie zu RB Leipzig II (die Partie wird bei der Staffeltagung am Donnerstag in Leipzig terminiert).

Trainer Claus-Dieter Wollitz lässt seine Profis im Eins-Zwei-Rhythmus trainieren: Am ersten Tag eine Einheit, am zweiten Tag zwei. Dann wieder eine Einheit - und so weiter. Wenn nicht trainiert wird, dann wird gespielt. Am Sonntag geht es zum ersten Test zum Brandenburgliga-Primus VfB Krieschow (13 Uhr). Am Samstag, 21. Januar, empfängt der FCE dann im Stadion der Freundschaft den Drittligisten Magdeburg (14 Uhr). Ein weiterer Gegner wird gesucht.

Neben der Arbeit auf dem Trainingsplatz haben die Cottbuser auch am Verhandlungstisch jede Menge zu tun. Gleich elf Spieler haben nur noch einen Vertrag bis zum Juni dieses Jahres (siehe Grafik) - allein bei José Junior Matuwila stellt das kein Problem dar (siehe Extra-Text). Die Winterpause ist üblicherweise der Zeitpunkt, wenn Verhandlungen über neue Arbeitspapiere beginnen. Auch Claus-Dieter Wollitz, der bei Energie Cheftrainer und Sportdirektor in Personalunion ist, will die Gespräche forcieren.

Doch die Lage ist kompliziert. Die Cottbuser müssen zweigleisig planen. Der große Rückstand auf Jena (vier Punkte bei einem Spiel mehr) und die vertrackte Aufstiegsrelegation sind zwei große Hürden in Richtung 3. Liga.

Entsprechend schwierig werden die Gespräche. Ein Überflieger wie Fabio Viteritti dürfte nur schwer für ein weiteres Viertliga-Jahr zu begeistern sein. Falls Energie aufsteigt, verlängert sich Viterittis Vertrag automatisch. Falls nicht, kann er ablösefrei gehen. Der Mittelfeldspieler betont: "Ich werde mir genau anhören, wie der Verein plant."

Klare Ansage an Mamba

Der 23-Jährige ist für Trainer Claus-Dieter Wollitz ein wichtiger Baustein. Auch auf den noch verletzten Jonas Zickert sowie Kevin Weidlich und Joshua Putze zählt der Coach. Ihre Verträge laufen aus, Energie will verlängern. Ein Angebot hat auch Streli Mamba vorliegen, mit einer klaren Ansage von Wollitz dazu. Der Coach will eine schnelle Entscheidung von dem Angreifer und sagt: "Da braucht man jetzt auch nicht mehr viel Bedenkzeit."

Länger gedulden müssen sich wohl die jungen Spieler wie Tom Nattermann (23), Erich Jeschke (20), Michael-Junior Czyborra (19) oder Lukas Müller (19). Wollitz hat sie auf dem Zettel. Mit Mittelstürmer Lucas Roblick (18) und Verteidiger Max Grundmann (18) gibt es für ihn aber auch in der U19 zwei verheißungsvolle Perspektivspieler. Zudem hält Wollitz große Stücke auf den 16-jährigen Abwehrspieler Leon Schneider von der U17.

Wollitz macht klar: "Ich setze weiter auf unseren eigenen Nachwuchs, aber es wird nicht nur mit 18-Jährigen im Kader funktionieren." Das heißt: Im Eliaspark beginnt heute nicht nur die Jagd auf Jena, sondern für einige Spieler auch der Eignungstest für die Saison 2017/18.