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| 19:37 Uhr

Borussia Dortmund zu Gast im Stadion der Freundschaft
Trotz 0:5: Energie feiert buntes Fußballfest

 Mats Hummels von Borussia Dortmund (r.) setzt sich gegen Energie-Mittelfeldspieler Tobias Eisenhuth durch.
Mats Hummels von Borussia Dortmund (r.) setzt sich gegen Energie-Mittelfeldspieler Tobias Eisenhuth durch. FOTO: Steffen Beyer
Cottbus . Energie Cottbus verliert zwar das Benefizspiel gegen Borussia Dortmund mit 0:5 (0:1). Aber der Rahmen und auch die Einnahmen stimmen. Ein FCE-Spieler kann sich besonders empfehlen. Von Frank Noack und Jan Lehmann

Das war ein gelungenes Fußballfest! Energie Cottbus ging im Benefizspiel gegen Fußball-­Bundesligist Borussia Dortmund zwar als Verlierer vom Rasen. Von Enttäuschung war trotz der am Ende ziemlich deutlichen 0:5 (0:1)-Niederlage jedoch nichts zu spüren. Denn 18 784 Zuschauer sorgten am Freitagabend im Stadion der Freundschaft für eine prächtige ­Kulisse sowie eine stattliche Ein­nahme für die klamme Kasse des FCE.

 Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes ein buntes Fußballfest, mit dem beide Clubs auch ganz bewusst ein Zeichen gegen rechte Tendenzen setzten. Auf den Tribünen mischte sich das Cottbuser Rot-Weiß munter mit dem Schwarz-Gelb von ­Borussia Dortmund. Die Gäste wurden angemessen freundlich empfangen. „Deutscher Meister wird nur der BVB“, hallte es von der Nordwand. Alle Einnahmen dieser Partie in sechsstelliger Höhe kommen den Gastgebern zugute.

In sportlicher Hinsicht ging es für den FC Energie diesmal zwar nicht um Punkte. Ein Muster ohne Wert war das Duell mit dem BVB aber dennoch nicht, auch wenn es zahlreiche Umstellungen im Vergleich zum 4:1-Sieg in der Regionalliga Nordost am Montagabend bei ­Optik Rathenow gab. Die kürzlich verpflichteten Toni Stahl im Tor sowie Orhan Yildirim standen erstmals in der Startelf. Und mit Paul Gehrmann und Ibrahim Hajtic kehrten zwei lange verletzte Defensiv­spieler in den Kader zurück.

Auf Krücken ins Stadion gehumpelt kam dagegen Felix Geisler. Er hatte sich in Rathenow einen Kreuzbandriss zugezogen und kann mindestens ein halbes Jahr lang keinen Fußball spielen. Er wurde von den Fans mit Sprechchören gefeiert und erhielt aufmunternden Beifall.

Borussia Dortmund kam zwar ohne seine Nationalspieler in die Lausitz, hatte aber trotzdem Stars wie Mats Hummels, Mario Götze und Julian Weigl an Bord des mit vielen Youngstern verstärkten BVB-Teams. Götze, der WM-Held von 2014, lief übrigens mit einer Gesichtsmaske auf. Er hatte sich vor einigen Tagen im Training die Nase gebrochen.

Auf dem Rasen gab es an diesem sonnigen Freitagabend das eine oder andere Kabinettstückchen der Gäste zu bewundern, bei denen vor allem Maskenmann Götze um Pluspunkte bemüht war, nachdem er in der Bundesliga zuletzt meistens nur auf der Bank saß. Toni Stahl im Energie-Tor hatte wie erwartet viel zu tun und bekam immer wieder seine Hände an den Ball. Er bot eine starke Leistung. Die beste Cott­buser Chance vor der Pause hatte Axel Borgmann, der nach einer schönen Flanke von Felix Brügmann frei zum Kopfball kam.

Dortmund ging durch den Treffer von Reda Khadra (3. Minute) schnell in Führung. Zuvor war Jonas Zickert im Strafraum unglücklich weggerutscht. In der zweiten Halbzeit bauten dann Tobias Raschl (67.), Ibrahim Hajtic mit einem Eigentor (70.), Steffen Tigges (75.) und Chris Führich (78.) das Ergebnis zum 5:0-Endstand aus. Egal, Fußball-Cottbus feierte am Freitagabend trotzdem und zelebrierte die Welle im Stadion der Freundschaft. „Danke BVB“, hallte es von den Rängen. Eine feine Geste der Energie-Fans!

 Der nächste Gegner und auch der Rahmen für Energie Cottbus sind nun wieder eine Nummer kleiner. Am Sonntag spielt der FCE in der 2. Runde des Brandenburger Landespokals bei Phönix Wildau. Die Partie beim Siebtligisten beginnt um 16 Uhr.

Lesen Sie auch: „Für diese Atmosphäre kommt man gern nach Cottbus.“ Die Stimmen zum Spiel.

 Mario Götze (M./gegen Berkan Taz) spielte mit Maske.
Mario Götze (M./gegen Berkan Taz) spielte mit Maske. FOTO: Michael Hundt