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Trotz 0:4-Niederlage: Krieschow drückt Energie die Daumen

Die Cottbuser Paul Gehrmann (r.) und Max Grundmann (l.) im Duell mit Kevin Karow vom VfB.
Die Cottbuser Paul Gehrmann (r.) und Max Grundmann (l.) im Duell mit Kevin Karow vom VfB. FOTO: Marcel Ohnrich
Krieschow. Trotz der deutlichen Niederlage des VfB Krieschow am Mittwochabend gegen Energie Cottbus herrschte gute Stimmung beim Oberliga-Aufsteiger. Nicht nur, weil beim VfB viele Ex-Cottbuser spielen, drückt man dem Nachbarn ganz fest die Daumen für den Aufstieg. Frank Noack

Trotz der wenig überraschenden Niederlage erlebte der VfB Krieschow am Mittwochabend das erhoffte Fußballfest in seinem schmucken Sportpark in der Gemeinde Kolkwitz direkt vor den Toren von Cottbus. 1235 Zuschauer kamen zum Duell der beiden ranghöchsten Vereine der Region. Sie sahen einen 4:0 (2:0)-Sieg des natürlich favorisierten FC Energie gegen den Aufsteiger in die Oberliga Süd. Gabriel Boakye mit zwei Treffern in der ersten Halbzeit sowie Probespieler Christos Papadimitriou aus Griechenland sowie Streli Mamba nach der Pause erzielten die Tore für den Regionalligisten.

Die sportliche Bilanz von VfB-Trainer Toni Lempke fiel trotz der vier Gegentreffer positiv aus. "Wir sind erst seit einer Woche wieder im Training. So gesehen ist das Ergebnis im Grunde genommen richtig gut für uns", erklärt Lempke. "Allerdings hat uns Energie in der zweiten Halbzeit ziemlich laufen lassen. Deshalb war das ein super Test für meine Spieler."

Ein extra Lob gab es für die beiden Krieschower Torhüter Fritz Pflug und Max Oberschmidt, die jeweils eine Halbzeit zwischen den Pfosten standen. "Beide haben eine starke Leistung gezeigt und eine höhere Niederlage verhindert", betont Lempke. Vor allem Oberschmidt rettete in der Schlussphase mehrmals gegen Mamba.

Die Neuzugänge Pflug und Oberschmidt gehören zu jenen VfB-Kickern, die auch schon für Energie Cottbus gespielt haben - genau wie Florian Bernhardt, Martin Dahm, Markus Kaiser, Fabian Lieschka und natürlich Andy Hebler. Der Torjäger wollte trotz einer Knieverletzung gegen seinen Ex-Verein unbedingt dabeisein und zog anschließend ebenfalls ein positives Fazit: "Wir haben das ganz ordentlich gemacht. 0:4 gegen ein Topteam der Regionalliga - das ist nicht so schlecht. Schade, dass uns nicht wenigstens das Ehrentor gelungen ist."

Übrigens: Natürlich traf der 41fache-Torschütze der vergangenen Saison auch diesmal. Allerdings zählte der Treffer von Hebler wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht.

Ungeachtet der personellen Verbindungen zwischen dem VfB Krieschow und dem FC Energie ging es auf dem Rasen trotz des Testspiel-Charakters dieser Partie in vielen Szenen recht robust zur Sache. Nach dem Schlusspfiff richtete sich der Blick dann aber schon auf die gemeinsamen Aufgaben in der kommenden Saison. Krieschow kämpft als Aufsteiger in die Oberliga um den Klassenerhalt, Energie will in die 3. Liga aufsteigen. VfB-Trainer Toni Lempke, dessen Vater Ralf Lempke schon seit vielen Jahren als Marketingleiter im Stadion der Freundschaft arbeitet, drückt ausdrücklich die Daumen: "Ich hoffe sehr, dass Energie den Aufstieg schafft. Der Verein gehört einfach in die 3. Liga, mindestens!"