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| 13:11 Uhr

Fußball
Termin-Streit: Werden die Aufstiegsspiele verlegt?

FOTO: Steffen Beyer
Cottbus. Nachdem der Fußball-Landesverband Brandenburg den Antrag des FC Energie Cottbus abgelehnt hat, dass Landespokal-Finale zu verlegen, gibt es nun womöglich eine ganz neue Wendung: Werden jetzt die Aufstiegsspiele zur 3. Liga verlegt?

Von Jan Lehmann und Frank Noack

Diese Idee kommt nicht aus Cottbus, sondern aus Saarbrücken. Dort hat der der 1. FC Saarbrücken genau wie Energie Cottbus das Ladespokal-Finale erreicht – und steht vor dem gleichen Dilemma. Am 21. Mai soll das bundesweit einheitlich am „Finaltag der Amateure“ ausgetragene Endspiel stattfinden. Und am 24. und 27. Mai stehen die Aufstiegsspiele an. Saarbrücken führt genau wie Cottbus souverän die Regionalliga Südwest an und wird mit ziemlicher Sicherheit an den Aufstiegsspielen teilnehmen.

Deswegen rührt sich auch im Saarland Widerstand gegen diesen engen Terminplan – und dort gibt es auch Unterstützung vom Landesverband. Dessen Präsident Franz-Josef Schumann erklärte gegenüber „Bild“: „Ich habe dem DFB und den anderen Verbänden vorgeschlagen, die Aufstiegsspiele zu verlegen.“ Heißt: Auf Freitag, 25. Mai und Montag, 28. Mai.

Bei Energie stößt man mit dieser Idee auf offene Ohren. Energie-Präsident Michael Wahlich erklärte am Mittwoch gegenüber der RUNDSCHAU: „Wir prüfen gerade, was wir für diese Verlegung tun müssen.“

Franz Josef Schumann, Präsident des Saar-Verbandes, bringt die Idee ein.
Franz Josef Schumann, Präsident des Saar-Verbandes, bringt die Idee ein. FOTO: DFB / LR

Nach RUNDSCHAU-Informationen ist entscheidend, dass der Gegner dieser Verlegung zustimmt. Im Cottbuser Fall ist das der Meister der Regionalliga Nord. Dort ist neben dem Hamburger SV II und VfL Wolfsburg II auch noch der SC Weiche Flensburg aussichtsreich im Rennen. Und die Flensburger stehen ebenfalls im Pokalfinale am 21. Mai.

Im Saarland indes weiß man ganz genau, was diese Doppelbelastung mit Pokal-Finale und Aufstiegsspielen bedeuten kann. Im Vorjahr war der SV Elversberg daran gescheitert.

Erst verlor man das Pokalfinale gegen Saarbrücken – unter anderem auch, weil Trainer Michael Wiesinger einige Spieler für die Aufstiegsspiele geschont hatte. Kurz darauf zogen die Saarländer in den Aufstiegsspielen bei großer Hitze gegen die Spielvereinigung Unterhaching den Kürzeren und standen nach einer eigentlich großartigen Saison mit leeren Händen da.

FCE-Präsident Michael Wahlich prüft, was Energie für eine Verlegung tun muss.
FCE-Präsident Michael Wahlich prüft, was Energie für eine Verlegung tun muss. FOTO: Steffen Beyer

Damit das Energie Cottbus nun nicht passiert, versucht man beim FCE alles, um die bestmöglichen Bedingungen für den Aufstieg zu schaffen. Dass es vom Fußball-Landesverband Brandenburg dafür keine Unterstützung gab, hatte Trainer Claus-Dieter Wollitz am Dienstag auf die Palme gebracht. Er stellte auch die Frage, warum im Vorjahr nicht alle Verbände am großen ­„Finaltag der Amateure“ teilnehmen mussten. Das Sachsen-Finale zwischen Lok Leipzig und Chemnitzer FC beispielsweise hatte einen Tag früher stattgefunden.